Es war ein Projekt der ganz besonderen Art, das von den 62 Kommunionskinder der Heiligen Dreifaltigkeit vom Freitag bis Sonntag in Angriff genommen wurde. Die Kinder hatten die Möglichkeit ein einem kreativen Lego Wochenende teilzunehmen, und mit 400 000 Legosteinen ihre zwölf Meter lange Traumstadt zu bauen.

Nach Herzenslust wird in die Legokisten gegriffen. Aus den losen Steinen entsteht am Ende die Traumstadt.
Nach Herzenslust wird in die Legokisten gegriffen. Aus den losen Steinen entsteht am Ende die Traumstadt.

Legosteine, wohin man sieht und so viel das Kinderherz begehrt. Der Mariensaal wurde drei Tage lang in ein Baugebiet verwandelt, mit sogenannten Bauhelfern und Eltern wuselten rund 100 Bauherren durch den Saal, schauten in Kisten, entdecken Bogensegmente, Säulen, Jägerzäune oder Leitern, um sie dann zu Häusern und anderen Bauwerken zusammen zu bauen. Das Baumaterial war perfekt sortiert, sodass die geschickten Hände nur hinlangen müssen, und schon kann mit Laub- und Nadelbaum oder einer Palme die gerade fertiggestellte Luxusvilla nach Lust und Laune umstellt werden.

Mia (von links), Marielle und Feea beim Bau der Polizeistation. Das Wort Polizei ist nicht etwas falsch geschreiben, vielmehr steht da am Ende "Police", weil es die Drei eben schick finden.
Mia (von links), Marielle und Feea beim Bau der Polizeistation. Das Wort Polizei ist nicht etwas falsch geschreiben, vielmehr steht da am Ende "Police", weil es die Drei eben schick finden.

Ein Puzzlestück in der Lego Traumstadt sind Marielle und Feea mit ihrer Bauhelferin Mia. "Wir bauen die Polizeistation, denn die bracht einfach jede Stadt", erklärt Marielle und Feea ergänzt: "Außerdem will Mia mal Polizistin werden." Sie finden es herrlich, mit so vielen Legobaustein zu bauen. "Das machen wir auch schon in der Schule in der Betreuungszeit", erklärten die Beiden im Chor.

Video: Roger Müller

Doch nicht nur das Legobauen treibt sie an, sie finden es ebenfalls klasse mit allen Kommunionskinder gemeinsam in den baufreien Zeiten zu toben, zu spielen, und auch gemeinsam zu Essen. "Wir lernen hier auch, wie man mit anderen umgeht, und haben schon viele neue Freunde gefunden", freut sich Marielle. Schon nach dem zweiten Tag mit den Legosteinen freuten sie sich auf die fertige Lego Stadt. "Und wir sind gespannt, was auch die Eltern sagen, wenn sie unsere fertige Traumstadt sehen."

Video: Roger Müller

Mia ist die Bauhelferin von Marielle und Feea: "Auch ich habe großen Spaß am Legobauen". Sie hat ihre Erstkommunion schon hinter sich, wollte aber an diesem Projekt gerne teilnehmen. "So was hätte auch mir während meines Kommunionsunterricht gefallen", erklärt Mia. Die Chance, das nach zu holen, hat sie ja nun ausgiebig genutzt.

Bereits am Samstagabend geht es an den letzten Feinschliff der Traumstadt und es wird aber auch bereits nach Herzenslust damit gespielt.
Bereits am Samstagabend geht es an den letzten Feinschliff der Traumstadt und es wird aber auch bereits nach Herzenslust damit gespielt.

Unterdessen entstehen nach den Musterhäusern vom Freitag den ganzen Samstag über die Projekte. Es wird ein Schloss gebaut, die Erich-Kästner-Schule ist zu entdecken, ein weiteres Trio widmet sich einem Hotel, und auch die Stadt- und Marienkirche sind zu entdecken. Der Flugplatz von Donaueschingen wird mit großen Fliegern dann eher zum Flughafen, und auch in punkto Fußball bauen die Jungs fleißig am Stadion, am Ende treffen dort der FC Bayern und der SSC Donaueschingen aufeinander.

Video: Roger Müller

Immer wieder werden die fertigen Häuser, Kirchen, Gärten und sonstige Großanlagen wie Bahnhof – natürlich mit einem ICE-Zug ausgestattet – dann zur über zehn Quadratmeter großen Platte getragen, wo sie final platziert werden. Auch der guten alten Donau wird in der Traumstadt einiges zugetraut, auf ihr schippern doch tatsächlich große Pötte.

Video: Roger Müller

Die Raumtemperatur hat sich inzwischen ziemlich aufgeheizt, das Designen, Planen und Bauen verlangt der Schar so ziemlich alles ab. Über alledem wachen Priester Markus Ramminger und Gemeindereferentin Ursula Kohler. "Was am Freitagnachmittag mit ein paar harmlos anmutenden Legosteinen und einer intensiven Einführung begann, wuchs zu einem wahrlich kreativen Miteinander ohnegleichen", freut sich die Gemeindereferentin. Um die Schar nach den sechs Bauphasen zu insgesamt sieben Stunden – was ihnen auch an Konzentration alles abverlangte – nicht zu überfordern, wurden die drei Tage aufgelockert mit spielen, toben, aber auch mit Andachten, Beichte, und der Vorbereitung auf den Gottesdienst.

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