Kleinkindern einen Ort zu geben, um sich spielend zu entfalten und etwas zu lernen und parallel den Eltern die Möglichkeit des Austauschs zu geben: Genau einen solchen Ort bildet die Pfohrener Krabbelgruppe „Donauzwerge“. Viel Liebe zum Detail steckt dabei nicht nur im Grundgedanken der Krabbelgruppe, sondern auch in den Räumlichkeiten und der Organisation: „Bei unserer Ausstattung haben wir darauf geachtet, dass wir Spielsachen anschaffen, die man nicht unbedingt zu Hause hat.

Die Krabbelgruppe soll für die Kinder ein besonderer Ort sein“, erklärt Marion Heizmann, die die Krabbelgruppe gemeinsam mit Ursula Frank leitet. Wie viel Ideen, Geduld und vor allem Zeit die beiden Pfohrenerinnen für die Krabbelgruppe aufwenden, wird dabei ziemlich schnell klar. „Die Krabbelgruppe Donauzwerge wird von Spenden und Förderungen, unter anderem von der Stadt und der Seelsorgeeinheit Donaueschingen, finanziert. Zudem veranstalten wir zweimal pro Jahr einen Basar.“

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Doch nicht nur in diese Veranstaltungen stecken die beiden Mütter eine Menge Energie: „Die Gruppenstunden, immer mittwochs 10 bis 11.30 Uhr, sind sehr abwechslungsreich. Wir achten darauf, dass die Kinder unter anderem im Bereich Sensorik, beim Turnen, der Kreativität oder dem Singen gefördert werden. Wir wollen hier eine Möglichkeit bieten, dass die Kinder etwas machen, was für sie zu Hause schwieriger umsetzbar ist“, erklärt Marion Heizmann. Ganz wichtig ist es den Frauen dabei auch, auf das Alter und Können der Kinder einzugehen: „Wir versuchen, immer altersgerecht auf die Kinder einzugehen. Ist zum Beispiel ein Großteil der Kinder unter einem Jahr alt, malen wir mit Fingerfarben. Sind die Kinder älter, wird zum Beispiel gebastelt“, erklärt Ursula Frank das Vorgehen in der Krabbelgruppe.

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Doch wie kommen zwei Frauen, selbst keine Erzieherinnen, dazu, die Aufgabe der Gruppenleiterin zu übernehmen? „Wir wurden von unseren Vorgängerinnen gefragt, ob wir es nicht übernehmen wollen. Ganz wichtig ist zu erwähnen, dass die Gründerin der Krabbelgruppe, Heidi Noack, die den Kindergarten in Pfohren leitet, uns sehr unterstützt“, erklärt Marion Heizmann. Denn die Kindergartenleiterin Heidi Noack hat immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Krabbelgruppe. Desweiteren sind viele der Aktivitäten der mittlerweile rund 30 Jahre alten Krabbelgruppe bestens dokumentiert. In einem großen Ordner sind neben Berichten auch Fingerspiele, Lieder und vieles mehr nach Jahreszeit und Anlass sortiert.

Spaß für alle ist motivierend

Die Besonderheit und auch der Grund, warum die beiden Frauen die Krabbelgruppe so unterstützen ist, ist: in Pfohren gibt es ansonsten nur sehr wenige Aktivitäten für Mütter mit unter dreijährigen Kindern. „Es motiviert wahnsinnig zu sehen, wie viel Spaß die Kinder und Eltern hier bei uns haben. Zudem sieht man hier auch, wie sich die Kinder weiterentwickeln“, so Ursula Frank. „Wir sehen an unseren eigenen Kindern, wie viel sie bereits in der Krabbelgruppe lernten. Als die Älteren in den Kindergarten kamen, war für sie zum Beispiel das Teilen von Spielsachen eine Selbstverständlichkeit. Das müssen andere Kinder teilweise erst noch lernen. Zudem lernen sich die Kinder bereits sehr früh kennen und knüpfen erste Freundschaften. Somit fällt der Gang in den Kindergarten oftmals nicht so schwer“, erinnert sich Marion Heizmann. Zudem lernen die Kinder bereits in der Krabbelgruppe feste Strukturen kennen. So wird zu Beginn gesungen und am Ende der Krabbelstunde wird gemeinsam aufgeräumt und sich verabschiedet.

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„Auch für Mütter, die ihr erstes Kind bekommen haben, ist die Krabbelgruppe ein toller Ort: Hier bekommen sie direkt von anderen Müttern Informationen und Tipps und können Fragen stellen“, so Ursula Frank. Auch in der Gemeinde Pfohren ist die Krabbelgruppe ein fester Bestandteil: „Dadurch, dass die Krabbelgruppe bereits seit so vielen Jahren besteht und es immer wieder andere Kinder und Eltern gibt, sind wir fester Bestandteil der Pfohrener Gemeinde. Wir werden auch von anderen Vereinen unterstützt, indem wir uns zum Beispiel an Fasnacht bei den Landfrauen mit einem Stand beteiligen dürfen.“

So ist die Krabbelgruppe eine sehr tolle Institution, welche den Gemeinschaftssinn fördert. Hier sind selbstverständlich alle Eltern mit Kleinkindern unter drei Jahren herzlich willkommen. Bei Interesse kann man sich gerne an Marion Heizmann oder Ursula Frank wenden.

Die Zeit der Basare hat begonnen – ein Überblick zu den wichtigsten Terminen

  • Pfohren: Der Basar der Krabbelgruppe Donauzwerge findet am Freitag, 20. September, von 16.30 bis 18 Uhr in der Turn-und Festhalle Pfohren statt. Für fünf Euro kann man sich bei Marion Heizmann unter der Telefonnummer (0771) 30 32 einen Tisch mieten. Hierbei wird neben dem Tisch noch eine Freifläche daneben angeboten. Auf Besucher und Interessierte warten Kaffe und ein Stückchen Kuchen sowie ein nettes Pläuschen.
  • Wolterdingen: Ein weiterer Kinderbasar findet am Samstag 21. September, 13,30 Uhr bis 16 Uhr, in der Festhalle in Wolterdingen statt. Hier wird der Schwerpunkt auf Kinderkleidung sowie Kinderspielzeugen liegen. Die Anmeldung für einen Stand erfolgt entweder unter elternbeirat.kiga-wolterdingen@web.de oder unter (07705) 3569979, die Standgebühr beträgt fünf Euro oder drei Euro für Kleiderständer. Für das leibliche Wohl sorgt der Kindergarten Wolterdingen.
  • Bräunlingen: Die Krabbelgruppe der katholischen Frauengemeinschaft Bräunlingen veranstaltet am Samstag, 21. September, von 10 bis 11.30 Uhr einen Kindersachenmarkt im katholischen Gemeindehaus in Bräunlingen, Hüfinger Straße 2 a. Angeboten werden Kleidung, Spielzeug, Babyzubehör, Bücher und vieles mehr. Tischreservierungen sind nicht mehr möglich.
  • Aasen: Der Kinderkleidermarkt findet am Samstag, 28. September, zwischen 13 und 15.30 Uhr in der Bürgerhalle statt. Angeboten werden gut erhaltene Herbst- und Winterkleider (Größe 50 bis 152), Schuhe, Spielwaren, Bücher, Baby- und Kinderausstattung sowie Umstandsmode. Für Kaffee, Kuchen und eine Malecke für Kinder ist gesorgt. Verkäufer können sich noch anmelden unter www.basarlino.de/417 (Anmeldegebühr drei Euro). Annahme der Artikel (maximal 60 Teile) ist am Freitag, 27. September, von 16.30 bis 18 Uhr, Rückgabe am Montag, 30. September, ebenfalls von 16.30 bis 18 Uhr, in der Bürgerhalle.
  • Donaueschingen: Das Diakonische Werk lädt am Freitag, 11. Oktober, 17 bis 19 Uhr zur Kleiderbörse ins evangelische Gemeindehaus am Irmapark. Im Mittelpunkt stehen neben Umstandsmode Kinderkleidung, Spielzeug und Kinderwagen. Anmeldungen werden montags, mittwochs und donnerstags von 9 bis 12 Uhr unter der Telefonnummer (0771) 29 40 oder Silke.Pfeifer@diakonie.ekiba.de entgegengenommen. (aw)