Wer hätte gedacht, dass ein Spiel aus VS-Schwenningen einmal die Fußballmännerherzen beim Schellenberg-Sportclub (SSC) Donaueschingen höher schlagen lässt? Auch wenn Tipp-Kick zwar etwas aus der Mode gekommen ist, ließen die SSC-ler den Tischsport bereits im dritten Jahr in Folge wieder aufleben.

Auch die Jugend kommt beim Tipp-Kick Turnier auf ihre Kosten.
Auch die Jugend kommt beim Tipp-Kick Turnier auf ihre Kosten. Bild: Roger Müller

Schnell waren die Startplätze der 24 Zweierteams ausgebucht, auf vier Tischen wurden die 106 Zentimeter mal 70 Zentimeter großen Spielfelder befestigt.

Video: Roger Müller

Während der Sportplatz noch unter einer dicken Schneedecke lag, herrschte Wettkampfstimmung im Vereinsheim. Im Zehn-Minuten-Takt wurden die Partien ausgetragen. Auch bei den Teamnamen wurde der Kreativität freier Lauf gelassen.

Das einzige Frauenteam bilden Evi Geiger und Elena Mössner.
Das einzige Frauenteam bilden Evi Geiger und Elena Mössner. Bild: Roger Müller

So gewannen Sandro Picardi und Dennis Daubert im ersten Halbfinale gegen Roland Dillmann und Markus Nunnemacher mit 3:1. Zweiter Finalist wurden Florian Eisele und Ralf Fürst mit einem 2:0 über das Team Matthias Gerner/ Nico Marks. Florian Eisele und Ralf Fürst hatte dann im Endspiel gegen Picardi/ Daubert mit 9:1 deutlich die Nase vorne. Die Partie um Platz drei gewannen Roland Dillmann und Markus Nunnemacher mit 2:1 gegen Matthias Gerner und Nico Marks.

Video: Roger Müller

Ein Verkaufsschlager seit fast 100 Jahren

Edwin Mieg, der 1924 die Lizenz des Tipp-Kick-Spiels vom Stuttgarter Möbelfabrikanten Carl Mayer erwarb, entwickelte das Spiel zu einem marktgerechten Artikel, das sich bis in die Jahre 1934 bis 1938 zu einem echten Verkaufsschlager entwickelte.Noch heute sind die Enkel die Firmenchefs im Familienunternehmen in SNoch heute sind die Enkel die Firmenchefs im Familienunternehmen in Schwenningen.

Hoch konzentriert: Jürgen Doser und Tommi Halaczek.
Hoch konzentriert: Jürgen Doser und Tommi Halaczek. Bild: Roger Müller

So wird gespielt

Der Feldspieler kickt den Ball mittels des rechten, beweglichen Beins seines "Blechspielers", indem er das Bein mechanisch durch einen Drücker auf dem Kopf der Spielfigur betätigt. Die Bälle sind zwölfeckig, haben 14 Flächen (sechs Quadrate und acht gleichseitige Dreiecke) und sind zur einen Hälfte schwarz und zur anderen Hälfte weiß. Es ist immer nur ein Feldspieler pro Mannschaft zur selben Zeit erlaubt. Derjenige Feldspieler darf den Ball spielen, dessen Farbe auf dem Ball oben zu liegen kommt. Der jeweilige Feldspieler kann während eines Schusses des Gegners als Abwehrspieler aufgestellt werden.