Nicht nur von der Anzahl der Preisträger, insgesamt 27, her gesehen war der Jubiläums- Wettbewerb der Donaueschinger Musikschule etwas ganz Besonderes – auch die Auswahl der Stücke und die Atmosphäre insgesamt waren wohl einmalig. Um den Bogen zu den weltberühmten Musiktagen und gleichzeitig zum 25-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft mit dem ungarischen Vác zu spannen, mussten die Schüler ein modernes Stück vorbereiten, das sich deutlich von der Klassik abgrenzt. Ein gelungenes Experiment mit Spaßfaktor für die Teilnehmer, wie Organisator und Initiator Michael Kanczyk beim abschließenden Preisträgerkonzert am Sonntagabend im Stockhausensaal in den Donauhallen bestätigte.

"Unser Bereichsleiter Tasteninstrumente hat mit dem Klavierwettbewerb voll ins Schwarze getroffen", freute sich auch die Leiterin der Musikschule, Katrin Bleier. "Er ist als Mehrwert über den Unterricht hinaus ein fester Bestandteil geworden und trägt maßgeblich zur musikalischen Entwicklung bei." Bleier bedankte sich bei dem leidenschaftlichen Klaviermusiker und seinen Mitstreiterinnen für das außergewöhnliche Engagement und hob das hohe Niveau der Veranstaltung hervor. In den jetzt zehn Wettbewerben nahmen rund 250 Schüler die besondere Herausforderung an. "Am Anfang eines jeden Erfolgs steht eine Zielsetzung", so Kanczyk und kündigte weitere musikalische Experimente an.

Mit seiner Fantaisie-Impromptu von Chopin überzeugte Tobias Frick die Jury und die Zuhörer beim Preisträgerkonzert.
Mit seiner Fantaisie-Impromptu von Chopin überzeugte Tobias Frick die Jury und die Zuhörer beim Preisträgerkonzert. | Bild: Jürgen Müller

Zum Jubiläum stellten sich am Samstag in den Räumlichkeiten der Musikschule an die 30 Mädchen und Jungen zwischen sieben und 18 Jahren dem strengen Urteil der Jury, bestehend aus den Lehrkräften Eri Ogawa-Listmann, Beate Maier-Mußgnug, Stefanie Keller und Isabela Stan sowie Katrin Bleier und Michael Kanczyk. Für die neu festgelegten Bewertungskriterien Tonkultur, Musikalischer Ausdruck und Sicherheit sowie Schwierigkeitsgrad, Präsentation und Auswendigspiel wurden Punkte vergeben, wobei maximal 25 möglich waren. Mindestens zwei Werke mussten die Klavierschüler in den höchstens zehn Minuten spielen und nach rund sieben Stunden standen die Preisträger fest.

Mit schwermütigen und beschwingten, klassischen und modernen Stücken, ausdrucksstark und anschlagsicher präsentierten sich dann die Preisträger beim abschließenden Konzert vor den Eltern, Verwandten, Bekannten und Freunden der Klaviermusik. Neben den Klassikern bekannter Komponisten, stachen die besonderen Töne der Vertreter der modernen Klaviermusik deutlich hervor. Letztlich stellten die jüngeren und älteren Tastenspieler ihr Können eindrucksvoll unter Beweis und wurden vom Publikum mit viel Beifall belohnt. Ausgezeichnet wurden die Preisträger mit einer Urkunde, einem Notenbuch und einer CD. Die Vorsitzende des Elterbeirats, Mona Aguiar, steuerte außerdem einen Gutschein bei.

Die Preisträger

  • AG 1 A (Jahrgänge 2010-2011): Arthur Blenkle (24 Punkte) und Pia Bury (22,6)
  • AG 1B (2008-2009): Markus Blenkle (25 Punkte), Laura-Marie Schröder (25), George Kusoglu (23), Verena Binder (22), Maia Nele Dillmann (22), Johannes Knapp (21,6), Simon Schreiter (21,6), Sofia Preiss (21,1), Emma Bury (21) und Kayra Yazici (21)
  • AG 2 (2006-2007): William Khazatskiy (22), Inga Bronk (21,6), Alina Teichner (21,6), Bera Yazici (21,4) und Yasin Yurtseven (19,5)
  • AG 3 (2004-2005): Antonius Hall (25), Lisa-Sophie Panzini (23,3), Alina Dötzkirchner (21) und Elyesa Yazici (21).
  • AG 4 (2002-2003): Lukas Schröder (25), Benedikt Frick (22,9) und Dario Scherzinger (21,5)
  • AG 5 (2000-2001): Brian Maier (24,5), Tobias Frick (24) und Luca Sagcob (24) (jümü)