Schließende Geschäfte sorgen für eine Verödung der Innenstadt. Umso schöner, wenn sich der Leerstand wieder füllt, wie etwa in der Herdstraße 15. Dort eröffnet der 41-jährige Angelo Barone heute mit dem Punto Verde einen Laden mit italienischen Feinkostlebensmitteln. Dazu zählen für ihn etwa auch Orangen, die in Sizilien, nahe dem Vulkan Ätna gewachsen sind. "Sonne, Erde, Klima, das Meer – all diese Faktoren sorgen gemeinsame für eine besondere Qualität", erklärt er. Das funktioniert auch über saisonale Angebote: "Tomaten kann man im Supermarkt immer kaufen. Dabei ist die beste Zeit im Juli und August", sagt Barone

Auf die Hand

Mit diesem Ansatz will er zukünftig auch seine Kunden versorgen. Auch mit Lebensmitteln, die man nicht unbedingt an jeder Ecke bekommt. Besonderheiten. Wie etwa die größere Zitronenart Cedro, die sich in Scheiben geschnitten mit etwas Salz lecker zubereiten lässt. Wenn dann auch die Kühltheke noch angekommen ist, soll es auch was für den Hunger direkt auf die Hand geben, etwa frisch zubereitete Bruschetta. Damit sorgt er in diesem Bereich der Stadt durchaus für eine Belebung, gerade im Lebensmittel-Sektor.

Wieder Leben in die Stadt bringen

Groß geworden auf Sizilien lebt er seit seinem 16. Lebensjahr in Donaueschingen. "Für mich ist das ein Stück Heimat, ich wollte nicht mehr woanders wohnen." Es sei wichtig, dass wieder mehr Leben in die Stadt einkehre, nachdem etliche Geschäfte ihre Pforten geschlossen haben, wie etwa der Norma-Markt in der Käferstraße. "Das ist auch einer der Gründe, weshalb ich hier meinen Laden öffnen wollte."

Gesunde Ernährung

"Ich habe viel Sport getrieben und mich immer gesund ernährt. Die Nahrung, die wir zu uns nehmen, ist das Benzin der Muskeln. Daher sollten wir darauf achten, woraus sie besteht", sagt Barone. Die vielen Stoffe in Lebensmitteln, wie Pestizide, Konservierungsmittel und Geschmacksverstärker sorgen dafür, dass die Menschen häufiger krank werden. "Bei bewusster Ernährung spürt man schnell, wie viel Energie das einem gibt."

Was Barone für sich in Anspruch nimmt: Viele der Waren kommen direkt aus Sizilien und rund 80 Prozent der Produzenten kennt er selbst, hat sich vor Ort angeschaut, wie das Olivenöl gepresst wird, der Käse hergestellt wird. "Das will ich an die Kunden weitergeben", sagt der Geschäftsführer.