"Spurensuche. Mut zur Verantwortung" – unter diesem Motto findet am kommenden Sonntag, 21. Mai, der Internationale Museumstag statt. Mit dabei auch die Einrichtungen des Städtedreiecks. Im vergangenen Jahr bewarben die drei Städte Donaueschingen, Hüfingen und Bräunlingen in diesem Bereich ihre Veranstaltungen gemeinsam. "Damals wurde auch beschlossen, diese Kooperation im zweijährigen Rhythmus beizubehalten, sodass der gemeinsame Auftritt der drei Städte erst wieder im Jahr 2018 vorgesehen ist", sagt Beatrix Grüninger vom Donaueschinger Rathaus. Trotzdem wird am Sonntag wieder einiges geboten sein – bei freiem Eintritt natürlich.

  • Fürstlich Fürstenbergische Sammlungen: Um 11 Uhr gibt es eine Führung durch die aktuelle Sonderausstellung „Sechs Richtige“ mit Werken von Sam Anderson, Kasia Fudakowski und Mark van Yetter. Neben "Sechs Richtige" sind in den Sammlungen auch erlesene Ausstellungsstücke zur Geschichte und Kultur des Hauses Fürstenberg und die umfassende naturkundliche Abteilung zu entdecken. Öffnungszeiten: 10 bis 17 Uhr, Eintritt frei.
  • Kinder- und Jugendmuseum: Ab 11 Uhr werden stündliche Kurzworkshops angeboten. Im Kinder- und Jugendmuseum dürfen kleine und große Besucher nach Herzenslust forschen und experimentieren. Sie erleben an zahlreichen Mitmach-Stationen wie ein 3D-Drucker arbeitet oder ein Getriebe funktioniert, und greifen wie ein Chirurg zu Endoskop und Zange, um knifflige Aufgaben zu lösen. Öffnungszeiten: 10 bis 17.30 Uhr, freier Eintritt.
Im Museum Art-Plus gibt der Stuttgarter Künstler Camill Leberer einen Einblick in sein Schaffen und steht zum Künstlergespräch zur Verfügung.
Im Museum Art-Plus gibt der Stuttgarter Künstler Camill Leberer einen Einblick in sein Schaffen und steht zum Künstlergespräch zur Verfügung. | Bild: VG Bildkunst Bonn
  • Museum Art-Plus: Es gibt ein spannungsvolles Kunstvermittlungsangebot für die ganze Familie. Den Auftakt und den Höhpunkt bildet um 12 Uhr das Künstlergespräch mit Camill Leberer, dem Stuttgarter Künstler, dessen Werke im Zwei-Raum zu sehen sind. Um 13 und um 15 Uhr gibt es Familienführungen zu den aktuellen Ausstellungen, Kaffee und schokoladige Leckereien auf dem Museumsvorplatz.
Herbert Moch hat eine Sonderausstellung vorbereitet: Im Zunftmuseum gibt es geschnitzte Frohsinn-Narren sowie der sogenannte Musikantenhansel zu sehen.
Herbert Moch hat eine Sonderausstellung vorbereitet: Im Zunftmuseum gibt es geschnitzte Frohsinn-Narren sowie der sogenannte Musikantenhansel zu sehen. | Bild: Wilfried Strohmeier
  • Zunftmuseum Donaueschingen: Zum einen eröffnet an diesem Tag die neue Sonderausstellung mit Schnitzfiguren von Karl Dilger, zum anderen besteht letztmals die Gelegenheit, einen Blick auf die Schlaraffenkapelle – eine Figurengruppe aus dem frühen 20. Jahrhundert – zu werfen. Neun geschnitzte Figuren, alle verkörpern Narren der Donaueschinger Fastnacht, angefertigt wurden sie von Karl Dilger, von dem auch der lebensgroße Schimmel im Eingangsbereich des Zunftmuseums stammt. Die Figuren sind im Besitz der Familie Dilger, diese hat sie der Zunft als Leihgabe zur Verfügung gestellt. Zusätzlich gibt es einen neuen historischen Hansel in der Ausstellung zu sehen, den so genannten Musikantenhansel. Gemalt wurde diese von dem ersten Donaueschinger Bürgermeister nach dem Krieg, Leopold Messmer. Die Recherchen ergaben, dass er als Vorlage ein historisches Hanselhäs hatte und dieses originalgetreu nachmalte. Bis vor kurzem war es im Besitz der Familie Klaus Senger, jetzt gehört er der Narrenzunft Frohsinn. Außerdem wird von 11 Uhr bis 17 Uhr in der Zunftstube bewirtet. 
  • Stadtmuseum Hüfingen: Um 13.30 Uhr startet das Programm mit dem eineinhalbstündigen Kinderworkshop „Kunst ist cool“ in Kooperation mit der Kunstschule Donaueschingen, der von Künstler Stefan Kees und Kunstpädagogin Monika Broghammer geleitet wird. Im Anschluss an eine kindgerechte Führung durch die Ausstellung bietet sich den kleinen Museumsbesuchern die Möglichkeit, unter fachkundiger Anleitung selbst kreativ zu werden und unter anderem objekthafte Schichtungen aus Papier zu erstellen. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bittet das Museumsteam um vorherige Anmeldung unter der Nummer 0771/8968479 oder per E-Mail an info@stadtmuseumhuefingen.de. Die Materialgebühr beträgt zwei Euro pro Kind. Für die Erwachsenen bietet das Museum zahlreiche Möglichkeiten. So findet um 14.30 Uhr ein Künstlergespräch mit Stefan Kees, moderiert von Kuratorin Ariane Faller-Budasz, statt. Öffnungszeiten: 11 bis 18 Uhr. In Hüfingen nehmen außerdem das Schulmuseum und die Römische Badruine am Museumstag teil.
Die originalen alamannischen Funde, die 1833 beim Adlerwirtshaus in Döggingen entdeckt worden sind, werden am Sonntag erstmals im Kelnhof-Museum präsentiert.
Die originalen alamannischen Funde, die 1833 beim Adlerwirtshaus in Döggingen entdeckt worden sind, werden am Sonntag erstmals im Kelnhof-Museum präsentiert. | Bild: Stadt Bräunlingen
  • Kelnhof-Museum Bräunlingen: Passend zum Motto „Spurensuche“ präsentiert die Bräunlinger Museumsbeauftragte Susanne Huber-Wintermantel erstmalig die originalen alamannischen Funde, die 1833 beim Adlerwirtshaus in Döggingen entdeckt worden sind. Die 45 Objekte stehen dem Kelnhof-Museum ab sofort als Dauerleihgabe des Archäologischen Landesmuseums zur Verfügung.Kostenlose Kurzführungen finden dazu um 14.30, 15.30 und 16.30 Uhr in der Archäologie-Abteilung im zweiten Obergeschoss statt. Der Museumstag wird abgeschlossen um 17 Uhr mit der neuen Themen- und Erlebnisführung „Der Wolf im Himmelbett“. Naturpark-Gästeführerin Elisabeth Reiner erläutert an zahlreichen authentischen Stationen im Bräunlinger Museum die kulturgeschichtlichen Hintergründe von bekannten Märchen, Sagen und Legenden. Aufgrund der beschränkten Raumgrößen im Museum ist hierfür eine Anmeldung erforderlich, die noch heute um 13 Uhr in der Bräunlinger Tourist-Information, unter der Telefonnummer 0771/61900 oder per E-Mail an Reiner.Elisabeth@gmx.de möglich ist. Die Führung kostet 4,50 Euro pro Person. Öffnungszeiten: 14 bis 17 Uhr.