Für einen guten Zweck, der Herzenssache, einer Kinderhilfsaktion wollen die Pfohrener an zwölf Tagen über 291 Etappen und 3145 Kilometer vom Schwarzwald bis an das Schwarze Meer laufen. Am 7. Juni wird an den beiden Quellen gestartet. Die einzelnen Etappen werden an Sponsoren vermarktet, um möglichst viel Geld zu sammeln. Rund zehn Prozent sind bisher verkauft.

Da das Abenteuer viel Vorbereitung benötigt, wurden zwei Testläufe eingeplant. Der Bodensee-Lauf am Wochenende und Ostern 2019 ein Lauf von der Neckarquelle bis zur Neckarmündung in den Rhein. Für den ersten Lauf hatten sich die Pfohrener einen ehrgeizigen Zeitplan gesetzt. Der Startpunkt in Stein am Rhein sollte nach 24 Stunden und 27 Minuten wieder erreicht werden. Um neun Minuten wurde der Zeitplan verfehlt, da unterwegs zwei nicht bekannte Streckensperrungen für Umleitungen sorgten. "Wir haben viele neue Erkenntnisse gewonnen. Wir wissen jetzt, dass wir an einen technischen Feinheiten arbeiten müssen. Unser Navigationsgerät funktionierte indes schon einmal gut und auch die Begleitung auf dem Fahrrad passte", sagt Thomas Schneider, Vizechef beim LT Pfohren. Die wichtigste Erkenntnis für Schneider war indes: "Wir funktionieren als Gruppe."

Von Stein am Rhein führte die Strecke über Kreuzlingen, Bregenz und Friedrichshafen zurück zum Ausgangspunkt. Zwei Läufer mussten wegen kleiner Verletzungen aussteigen, was auch beim großen Event passieren kann. Wichtig war der Testlauf zudem, um die Homogenität in der Gruppe abzustimmen. Durch die flache Topografie war zudem ein höheres Tempo möglich. Jeder Starter absolvierte zumindest zwei Eappen.