Die 48. Süddeutschen Berufs- und Erwerbsimkertage bewegten sich einmal mehr auf Rekordniveau. Der Veranstalter zähle an den drei Messetagen rund 8000 Besucher, darunter viele aus dem Ausland.

Der Mozartsaal war während den Fachvorträgen stundenlang komplett gefüllt und die angebotenen Workshops waren restlos ausgebucht. Vorstandsmitglied Frank Osterloh berichtete von einer überwältigenden Resonanz bei weit über 100 Ausstellern, die über die neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der Imkerei informierten. Um die Kapazität zu erhöhen, war erstmals vor der Halle ein zusätzliches Zelt aufgebaut, in dem weitere Aussteller ihre Produkte feilboten.

Aktuell beträgt die Zahl der Imker bundesweit rund 100 000. Der Anteil der Frauen beträgt 25 Prozent. 5000 von ihnen sind ausgebildete Berufsimker, der Rest betreibt die Imkerei als Hobby. Die Berufsimker ernten 60 Prozent des Honigs.

Eine erfreuliche Entwicklung nimmt der Dialog mit den Landwirten. "Die Dissonanz vergangener Jahr befindet sich auf dem Rückzug. Das Verständnis füreinander hat zugenommen, seit wir uns bewusst gemacht haben, dass der Staat die Gesetze verabschiedet." Osterloh nennt den Pestizideinsatz als Beispiel, dessen Einsatzmenge der Staat oftmals in Unkenntnis schädlicher Auswirkungen auf die Bienen genehmigte.

Erfolgsaussichten gibt es auch hinsichtlich der Bekämpfung der Varroamilbe. Es bestehe die Hoffnung, den Parasit durch spezielle Züchtung auszurotten, so Oberloh.

Auf dem Messgelände im Freien und in den Hallen gab es während drei Tagen einiges zu entdecken. Die Aussteller präsentierten neue und altbekannte gesundheitsfördernde Erzeugnisse aus dem Reich der Bienen. und zahlreiche technologische Optimierungsmöglichkeiten für die Ausstattung einer Imkerei. Produkte aus Honig und Wachs ergänzten das Angebot.

Auch ein auf Honigerzeugnisse spezialisiertes Analytiklabor fand den Weg in die Donaustadt. Einmal mehr erwies sie sich als willkommener Gastgeber für das Volk der Bienenzüchter und Hobbyimker.