Einer Umsiedlung des Vereinsdomizils der Hundefreunde neben die Kleingartenanlage steht nun nichts mehr im Wege. Bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wurde die Projektvereinbarung mit der Stadt mit nur einer Enthaltung beschlossen.

Die Entscheidung wurde von OB Erik Pauly mit Erleichterung begrüßt. Denn der Verein der Hundefreunde ist der Eigentümer des Grundes auf dem das Vereinsheim 1966 in vielen Arbeitsstunden errichtet wurde. "Hätte die Mitglieder nicht mehrheitlich zugestimmt, wäre unser Projekt Auenpark mit der Neugestaltung und Renaturierung des Zusammenflusses von Breg und Brigach gestorben", erläuterte Pauly. Der Zusammenfluss soll im Zuge der Erweiterung der B 27 von der Straße abrücken und genau dorthin verlegt werden, wo das Vereinsheim und das Kreistierheim jetzt beheimatet sind. Es soll neben der Donauquelle als europäisches Merkmal unterm dem Merkspruch "Donau und Breg bringen die Donau zuweg" das touristische Angebot aufwerten.

Seit mehr als einem Jahr laufen die Verhandlungen über Standort, Baupläne und Finanzierung. Einvernehmlich einigte man sich auf das alte Steinlager und den angrenzenden Maisacker, das am südöstlichen Rand der Kleingartenanlage genügend Gelände bietet. Hier soll nun ein modernes Clubheim in derselben Größe und Ausstattung entstehen, in dem noch ein Wettkampfbüro Platz finden wird. Stadtbaumeister Heinz Bunse erörterte die entsprechenden Pläne bei der Versammlung. "Das wird kein Luxusgebäude, sondern ein zweckmäßiges Clubheim, mehr erlauben die Finanzen nicht.".

Das zweistöckige Gebäude wird mit Vereinssaal, Küche, überdachter Terrasse, Wettkampfbüro, sanitären Anlagen, Geräte- und Küchenlager ausgestattet. Parkplätze gibt es vor dem Haus. Das weitläufige Gelände für Training, Wettkämpfe und Welpenschule ist mit nicht ganz 12 000 Quadratmetern geringfügig kleiner als bisher und weist am Rande teilweise einen Baumbestand auf. Allerdings muss das Gelände für den Hochwasserschutz aufgefüllt werden. Der Vorsitzende Jörg Liebermann zeigte sich nach anfänglichen Bedenken wegen eventuell zu tragenden Mehrkosten mit der Vereinbarung zufrieden. "Wir können die Geschichte getrost angehen" meinte er. Denn OB Pauly versprach: "Wir werden Sie bei entstehenden Mehrkosten nicht alleine lassen."

Die Umsiedlung

In der Projektvereinbarung wurden einer Erbpacht auf 99 Jahre für das Grundstücksgelände sowie einer Pacht auf 25 Jahre für das Trainingsgelände zugestimmt. Die Stadt finanziert die Umsiedlung mit 500 000 Euro, davon werden 340 000 Euro für das Gebäude veranschlagt, die restlichen 160 000 für die Geländevorbereitung. Die Aufschüttung des Maisackers bezahlt ebenfalls die Stadt. Eventuelle Mehrkosten müssen entsprechend dann aufgeteilt werden, sollten aber für den Verein kein Risiko darstellen.