Zu seiner wahrscheinlich letzten Sitzung im jetzigen Vereinsheim im Haberfeld trafen sich die Mitglieder des Vereins für Hundefreunde zu ihrer 82. Jahreshauptversammlung. Denn von ihrem bisherigen Trainingsgelände und Domizil muss sich der aktive Hundesport-Verein in unmittelbarer Zukunft genauso verabschieden wie das benachbarte Kreistierheim. Nach den Plänen der Stadt soll genau an deren Stelle der Donauzusammenfluss eine aufwertende Neugestaltung erhalten, was mit dem vierspurigen Ausbau der B 27 zeitnah realisiert werden soll, also möglichst noch in diesem Jahr.

Seit 1966 trainiert der Verein der Hundefreunde, der Mitglied des deutschen Verbands der Gebrauchshundesportvereine (DVG) ist und bereits 1923 in Donaueschingen gegründet wurde, mit seinen zahlreichen Hundegruppen auf seinem großen Vereinsgelände. Dieses ist mit alten Baumgruppen, Zugang zum Wasser und schöner Geländestruktur rund ums Vereinsheim bestens geeignet und lässt auch die Veranstaltungen größerer Turniere, wie dem Donaucup mit einem Agility Turnier Camp übers Wochenende, zu.

Nach den Plänen des Rathauses soll das neue Domizil nur wenige 100 Meter entfernt nahe der Kleingartenanlage wieder neben dem neu errichteten Kreistierheim entstehen. Während sich die Tierschützer auf den lang ersehnten Neubau freuen, der gewiss schon lange überfällig ist, sehen die Hundefreunde noch nicht mit überschwänglicher Freude ihrer neuen Heimat entgegen. „Bis Stand heute liegt uns nur eine grobe Planung vor, die noch keine konkreten Fakten schafft“, sagte der Vorsitzende Jörg Liebermann. „Der Standort wurde zwar bei einem Vor-Ort-Termin geprüft und begutachtet, aber es liegen noch keine Ergebnisse vor.

Deshalb können wir unseren Mitgliedern noch nichts Genaueres mitteilen“ verkündete Liebermann. „Nach einem weiteren Gesprächstermin mit der Stadt und wenn abstimmbare Ergebnisse vorliegen, werden wir über die geplante Umsiedlung zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung einladen“, verspricht er.

Trotz dieser bevorstehenden Problematik können die Hundefreunde, die durch einen abrupten Wechsel an der Führungsspitze im Jahr 2016 einen erneuerten Vorstand erhielten, auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Mehrere Austritte wurden durch 13 Neuzugänge kompensiert, die Mitgliederzahl bleibt konstant bei aktuell 97.

Die Trainer hatten bei der Ausbildung bei den Welpen und Junghunden, bei der Begleithundeausbildung, beim Agility, bei den Spiel- Spaß- und Hobbygruppen, beim Ralleyobedience und Geländelauf mit vielen Teilnehmern alle Hände voll zu tun. Es fehlt hier und da noch an zusätzlichen Trainern um die vielen Teams von Mensch und Hund zu schulen und auszubilden. 56 Welpen gehen in die Welpenschule und der Agility Sport boomt mit 30 Teams geradezu. Hier waren die Teilnehmer auch auf den Turnieren sehr erfolgreich vertreten.

Lediglich der klassische Turnierhundesport, bisher fester Bestandteil des Breitensportes, hat offensichtlich an Attraktivität verloren. Im Verein der Hundefreunde wird daher kontinuierlich Aufbauarbeit geleistet und man verfügt über eine solide Truppe. Neun Teams sind in der Sportgruppe, knapp sieben in der Hobbygruppe und sechs Teams beim Geländelauf dabei. Nur wenige Vereine im Verband sind in dieser Sportart noch aktiv, sodass wegen mangelnden Turniermöglichkeiten Grund zur Diskussion bestand.

Investitionen wie die Anschaffung neuer Trainingsgeräte und mehr sind zwar nötig, wurden bisher aber wegen Gründen der Umsiedlung zurückgehalten.


Wahlen und Erhungen

  • Wahlen: Der stellvertretende Vorsitzende Roland Stickelmayer wurde in seinem Amt bestätigt, ebenso Beisitzerin Kerstin Schwörer, Pressewartin Simone Simon, die Ausbildungswarte Christina Thoma (Basis und Erziehung), Sandra Rünzler (Agility), Elmar Kienzle (Turniersport) sowie die beiden Kassenprüfer Angelika Büttner und Anni Willmann. Ines Wegen übernimmt das Amt der Kasse von Sarah Stern.
  • Ehrungen: Für langjährige Vereins-treue wurden geehrt: Hans Müller, Heinrich Ziegenrücker, Peter Baier, Martin Wintermantel und stellvertretend Dagmar Twelker (alle 25 Jahre) sowie Martha Elsässer und Karl Biedermann (30 Jahre).