Der Förderverein zur Erhaltung der Gnadentalkapelle wartet dringend auf einen Sanierungsfahrplan. „Wir können unser Geld nicht investieren, solange das Sanierungsthema zwischen der katholischen Kirchengemeinde und der Stadt Donaueschingen nicht geklärt ist. Die Sanierungsarbeiten betreffen nämlich unter anderem das Dach sowie die Außenmauern der Kapelle. Solange dies nicht gemacht ist, bringt keine andere Maßnahme wirklich etwas“, sagte Klaus Münzer vom Förderverein.

Gemeinsam kämpfen sie für den Erhalt der Gnadentalkapelle Neudingen (von links): Bernd Weißer, Steffen Zimmermann, Jens Hirt, Klaus Münuer, Erich Fürderer, Margot Gieray und Roswitha Effinger.
Gemeinsam kämpfen sie für den Erhalt der Gnadentalkapelle Neudingen (von links): Bernd Weißer, Steffen Zimmermann, Jens Hirt, Klaus Münuer, Erich Fürderer, Margot Gieray und Roswitha Effinger.

Die Förderer starten mit einer auf 53 leicht gestiegenen Mitgliederzahl ins neue Vereinsjahr. Positive Entwicklungen gibt es auch beim Sorgen-Thema Gemeinnützigkeit: Da der Verein seit seiner Gründung im Jahre 2014 die Spenden noch nicht wirklich einsetzen konnte, kam nun Druck vom Finanzamt. Ein Verein kann seine Gemeinnützigkeit verlieren, wenn er das Vereinsvermögen nicht ausgibt. Da der Verein sein Vermögen jedoch erst dann einsetzen kann, wenn die bei der Außensanierung voran geht, wurde die Frist nochmals verlängert.

Eine schöne Aussicht über die Baar hat man von der Gnadentalkapelle.
Eine schöne Aussicht über die Baar hat man von der Gnadentalkapelle.

Für die Außensanierung sind die katholische Kirchengemeinde sowie die Stadt Donaueschingen zuständig. Pünktlich zur Generalversammlung am vergangenen Freitag wurde nun eine Einigung erzielt: Die Sanierung der unter Denkmalschutz stehenden Gnadentalkapelle soll schnellstmöglich durchgeführt werden, so die Aussage der Stadt. Hierzu habe die Kirchengemeinde bereits im September 2019 einen Zuwendungsantrag beim Landesdenkmalamt gestellt. Über diesen sei noch nicht entschieden.

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Die Kirchengemeinde werde jedoch bis zur Entscheidung die vorbereitenden Planungsarbeiten weiter vorantreiben, damit die Sanierung schnellstmöglich umgesetzt werden kann. Die Frage der Kostenteilung werde unabhängig davon in separaten Gesprächen geregelt, so die Stadt weiter. Münzer begrüßt diese Einigung.

Auf den ersten Blick sieht die Kapelle zwar sehr schön aus, jedoch verbirgt sich hinter der Fassade ein maroder Zustand.
Auf den ersten Blick sieht die Kapelle zwar sehr schön aus, jedoch verbirgt sich hinter der Fassade ein maroder Zustand.

Der Förderverein erwägt, aus seinen Investitionsmitteln eine Stromleitung zur Gnadentalkapelle legen zu lassen. Aktuell wird der Förderverein bei Veranstaltungen durch die Familie Marschall unterstützt, die den nahegelegenen Gnadentalhof betreibt. Anfragen bei regionalen Unternehmen laufen. Wichtig sei auch eine Stromversorgung bei Veranstaltungen sagte der stellvertretende Vorsitzende Jens Hirt.

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Des Weiteren gab es bei der Generalversammlung eine Änderung in der Vorstandschaft: Bernd Weißer nahm den Platz seines im Jahre 2019 verstorbenen Vaters Edmund Weißer als Beisitzer ein.