Wie ist es zu der Idee zu diesem außergewöhnlichen Konzert gekommen?

Robert Hasenfratz: Ich weiß nicht mehr genau, wann es war, aber es ist schon zehn bis 15 Jahre her. Jürgen Schneckenburger hat damals noch bei uns in der Feuerwehrkapelle als Schlagzeuger gespielt. Gemeinsam waren wir beim Rheinfest in Freiburg und zu fortgeschrittener Stunde haben wir uns ein bisschen über gute Musik unterhalten. So sind wir natürlich auf Deep Purple gekommen. Und so sind wir auf die Idee gekommen, dass es ziemlich cool wäre, mit der Musik und einer Rockband ein Event zu starten.

Jürgen Schneckburger: Ich habe noch einmal nachgerechnet. Es ist ziemlich genau zehn Jahre her, dass die Jungs von Fireball mich gefragt haben, ob ich bei ihnen mitmachen möchte.

Video: Jakober, Stephanie

Und warum hat es jetzt zehn Jahre bis zur Umsetzung gedauert?

Jürgen Schneckenburger: Zwischendurch haben wir noch mal bei der Hochzeit von meinem Bruder Ralf über die Idee gesprochen. Das war so vor acht Jahren. Und jetzt hat es dann aber doch geklappt.

Robert Hasenfratz: Dass es jetzt doch noch geklappt hat, lag daran, dass wir uns in der Vorstandschaft unterhalten haben. Wir machen schon länger keine normalen Frühjahrskonzerte mehr. Wir haben überlegt, was es für Optionen gibt. In letzter Zeit haben wir immer einen Feierabendhock auf dem Schulhof in Pfohren gemacht. Das war jetzt aber nicht so der Knaller. Und dann ist mir die Idee gekommen, dass wir ja mal etwas mit einer Rockband machen wollten. Das war dann im vergangenen Jahr der Fasnet der Startschuss.

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Und wie ging es zusammen?

Robert Hasenfratz: Wir drei haben uns noch mit dem Bruder von Jürgen zusammengesetzt. Wir haben ein paar Videos mit Deep Purple angeschaut, bei denen sie mit diversen Sinfonieorchestern zusammengespielt haben. Anschließend haben wir überlegt, welche Stücke wir spielen wollen.

Was wird denn genau am Samstag zu hören sein?

Jürgen Schneckenburger: Wir werden die größten Hits von Deep Pruple spielen. Als Rockfan kennt man die auf jeden Fall.

Robert Hasenfratz: Wir werden fünf Stücke zusammenspielen. Die Open-Air-Bühne hat zehn mal zwölf Meter und bietet so Platz für die Band und das Orchester. Davor wird Fireball noch eine Stunde solo spielen und wir machen mit der Feuerwehrkapelle die Eröffnung. Da gibt es das Blasorchester mit Gesang.

Feuerwehrkapelle und Fireball rocken gemeinsam an der Entenburg.
Feuerwehrkapelle und Fireball rocken gemeinsam an der Entenburg. | Bild: Jakober, Stephanie

Jetzt werden die Noten für den gemeinsamen Auftritt nicht gerade schon in irgendeinem Notenschrank darauf gewartet haben, das man sie herausholt.

Clemens Fritschi: Natürlich nicht. Die muss man für Unsummen von Geld von einem professionellen Arrangeur arrangieren lassen. Die gibt es nicht irgendwo fertig zu kaufen. Es ist schließlich kein Standard was wir machen. Standard wollen wir einfach nicht, das sieht man ja schon an diesem Konzert. Das hat uns schon eine Stange Geld gekostet. Deshalb wäre es auch genial, wenn wir nach dem Konzert am Samstag noch eine Fortsetzung machen könnten.

Robert Hasenfratz: Es wäre echt schade, die Noten nur einmal zu verwerten, denn die Stücke sind echt gut geschrieben. Man merkt, dass sie von einem Profi stammen, der das auch studiert hat. Da wir es auch extra für den Auftritt schreiben lassen haben, gehören die Noten quasi auch uns. Wenn‘s gut läuft, wollen wir es noch mal machen.

Reyner Linden, Sänger der Band „Fireball – A Tribute to Deep Purple“
Reyner Linden, Sänger der Band „Fireball – A Tribute to Deep Purple“ | Bild: Jakober, Stephanie

Was erwartet denn die Besucher am Samstagabend bei dem Konzert an der Entenburg?

Robert Hasenfratz: Gerade wegen dem Ambiente der Entenburg wird das ein super Abend.

Clemens Fritschi: Wir machen auch bestimmt eine schöne Illumination, dass auch die Entenburg schön angestrahlt wird. So wie es beim Dorfjubiläum war. Wir haben eine gute Bühnentechnik, gute Lichtshow, guten Sound und schönes Wetter ist eigentlich auch immer, wenn wir ein Fest machen. Dafür sind wir bekannt. Bei unserem Monsterkonzert, bei dem 1000 Leute im Reitstadion waren, hatten wir Mega-Wetter. Und bei unserem Jubiläum vor zwei Jahren haben wir auch Mega-Wetter gehabt.

Robert Hasenfratz: Und musikalisch ist Fireball die beste Deep-Purple-Coverband im Umkreis. Und die Feuerwehrkapelle wird auch ihr Bestes geben. Musikalisch wird es etwas, was man echt nicht jeden Tag irgendwo hört. Es wird schon etwas ganz Besonderes.

Video: Jakober, Stephanie

Wenn ein Orchester und eine Band aufeinandertreffen, sind das nicht zwei unterschiedliche Welten?

Jürgen Schneckenburger: Es war schon gewöhnungsbedürftig. Wir mussten uns auch erst einmal an die Situation gewöhnen. Ich bin es noch gewöhnt, nach einem Dirigat zu spielen. Die anderen waren erst einmal völlig überrascht. Das muss man auch erst einmal wissen, wie man damit umgeht. Spielen, nach vorne schauen und sich auf mehrer Sachen konzentrieren, ist schon noch einmal eine andere Situation. Genauso wie es auch für das Orchester eine neue Situation war – beispielsweise von der Lautstärke her. So hat jeder anfangs seine Schwierigkeiten gehabt. Aber beim Probewochenende hat man schon gemerkt, wie wir immer besser zusammengekommen sind.

Robert Hasenfratz: Musikalisch haben wir echt eine Steigerung hingelegt. Der Anfang war echt gewöhnungsbedürftig. Aber es hat nicht nur musikalische immer besser gepasst, sondern auch kollegial. Die Proben waren auch für unsere ganzen Musiker ein Erlebnis. Ich habe nur positive Rückmeldungen bekommen.

Clemens Fritschi: Die Qualität von der Band ist schon phänomenal.

Jürgen Schneckenburger: Für die Umstände, wie oft wir uns treffen. Wir sind über die ganze Republik und selbst in England verteilt. Wir sehen uns im Prinzip auch nur zwischen fünf und zehnmal im Jahr. Und es ist immer wieder erstaunlich, wie gut es dann funktioniert.

Clemens Fritschi: Wir spielen alle Arten von Musik und durch unsere Showkonzerte haben wir oft Projekte mit verschiedenen Sachen und alle Arten von Musik gemacht. Wir sind prinzipiell experimentierfreudig. Aber das ist jetzt die Endstufe und eine ganz andere Nummer. Es reißt einem einfach mit – auch als Bläser.

Das Open-Air-Konzert „FWK rockt“, das die Feuerwehrkapell und Fireball gemeinsam gestalten, findet am kommenden Samstag, 13. Juli, um 20 Uhr an der Entenburg in Pfohren statt. Karten gibt es unter der Telefonnummer 0771/89869513, bei „Geschenke mit Pfiff“ in Pfohren und bei Musik-Atelier und Igeldrums an der Max-Egon-Straße. Der Eintritt für Kinder bis zwölf Jahre ist frei und Besucher bis 16 Jahre zahlen nur den halben Preis.