Grüningen (bom) In den Fokus der Sitzung des Ortschaftsrats rückte die Präsentation der im Naturschutzgroßprojekt (NGP) Baar für Grüningen vorgesehene Maßnahmenplanung, die das Gremium nach intensiver Beratung befürwortete. Er unterstützt zudem die Umsetzungsphase durch die Stadt Donaueschingen. Zudem bestätigte Projektleiter Thomas Kring vom Landratsamt, dass die während der Umsetzungsphase anfallenden Kosten das Budget der Gemeinde nicht direkt belasten und über den Bund, das Land und den Kreis finanziert werden.

In Grüningen fallen vor allem Maßnahmen im Gebiet Weißwald in das Projekt. Kring nannte die Weiterentwicklung des bestehenden Nadelwaldes in einen naturnahen und artenreichen Tannen- und Mischwald als Beispiel. Ein weiteres Ziel ist es, den Gewässerlauf und die Ufer der Brigach als verbindende Achse der Systeme Neckar und Donau naturnah weiter zu entwickeln.

Kring wies darauf hin, dass kein naturnaher Eingriff ohne Zustimmung des Grundstückeigentümers, des Pächter und der Gemeinde erfolgt. "Um das Projekt erfolgreich umsetzen zu können, müssen alle Betroffenen einverstanden sein", ergänzte Kring. "Das Projekt soll einen Mehrwert an naturnaher Lebensqualität schaffen, weshalb die umgesetzten Teilprojekte keine direkten Ausgleichsmaßnahmen für Landverbrauch, wie beispielsweise für den Bau der neuen Mehrzweckhalle in Grüningen, sind. Kring nannte die Extensivierung von 30 Prozent der Fläche als Wunschziel. "Jedoch sind wir mit jeder umgesetzten Maßnahme zufrieden", bemerkte der Projektleiter. Der Kreis und das Land haben sich verpflichtet, für Flächen, die einer dauerhaften Pflege bedürfen, die Kosten zu übernehmen, so dass die Grundstückseigentümer finanziell entlastet werden. Die verbesserte Waldstrukturierung wird durch offene Flächen und Biotopinseln, wie in Richtung Beckhofen, ergänzt.

Unter anderem soll die Schmetterlingspopulation fördert und das Vorkommen der Orchideenarten gesichert werden. Die Durchführung der Maßnahmen erfolgt extern oder durch Amtsstellen, wie den Forst. Grüningen ist mit 59 Hektar Land am Naturschutzprojekt Baar beteiligt.