Grüningen – Wie soll sich das Dorf weiterentwickeln? In der jüngsten Sitzung stellte Ortsvorsteher Hans-Günter Buller dem Ortschaftsrat das Projekt "Wie wünschen wir uns unser Dorf" vor, das sich generationenübergreifend an den Bedarf der Bevölkerung für ein lebens- und liebenswertes Grüningen richtet. Der Zeitpunkt für den Beginn der Aktion ist gut gewählt, da sich nach dem jahrelang herbeigesehnten Beschluss zum Bau der neuen Mehrzweckhalle keine Lethargie breit machen soll.

Ratsmitglied Michael Böhm verspricht sich von der Aktion einen nachhaltigen Effekt. In der Sitzung schlug er vor, die Wünsche der Grüninger an einen lebenswerten Ort im Dialog und durch das Ausfüllen eines in jedem Haushalt verteilten Fragebogens zu erkunden. Dass die Umsetzung der Aktion den am 26. Mai neu gewählten Ortschaftsrat beschäftigt, hielt Sandra Luth für kein Problem. "In den nächsten Wochen müssen wir uns Gedanken machen, wie wir die Wunschaktion umsetzen wollen", zog Buller ein Fazit.

In einer ersten Diskussion über die Anmeldungen der Maßnahmen für den Haushalt im kommenden Jahr kristallisierten sich die Befestigung des Containerstellplatzes, die Beleuchtung von Friedhof und Parkplatz, die letzte Etappe der Sanierung des Schulsteiges und der Schulwiese als vordringliche Wünsche heraus.

Das Erzieherinnen-Team des Kindergartens Grüningen, bestehend aus (von links) Olga Kraft, Alexandra Frey, Leiterin Jasmin Sengül und Carola Bauer, kann sich auf eine höhere Zahl zu betreuender Kinder einstellen. Der Ortschaftsrat hält eine Erweiterung des Kindergartens für unerlässlich.
Das Erzieherinnen-Team des Kindergartens Grüningen, bestehend aus (von links) Olga Kraft, Alexandra Frey, Leiterin Jasmin Sengül und Carola Bauer, kann sich auf eine höhere Zahl zu betreuender Kinder einstellen. Der Ortschaftsrat hält eine Erweiterung des Kindergartens für unerlässlich. | Bild: Jens Wursthorn

An vorderster Stelle diskutierte der Ortschaftsrat die bauliche Erweiterung des Kindergartens. Verlässliche Prognosen zu den Kinderzahlen hielt das Gremium für eine weitere Entscheidung für unerlässlich. Die aktuelle Auslastung, der Wandel der Bevölkerung am Rebberg, die Ausweisung eines neuen Baugebietes und geänderte gesetzliche Vorgaben sprechen für eine Erweiterung. "Der Bedarf nach Plätzen für Kinder ab zwei Jahren nimmt zu", nannte Monika Lind ein weiteres Kriterium. "Wenn wir für junge Familien mit Kindern attraktiv bleiben wollen, muss die Infrastruktur passen", ergänzte Martin Gerdes hinsichtlich eines modernen und ausreichend großen Kindergartens.

Aktuell läuft die Sanierung der Friedhofsmauer, deren Krone mit einem Ziegeldach gestaltet wird. Die Wünsche nach dem sofortigen Kauf einer neuen Mikrofonanlage und dem Ersatz der defekten Bistrotische gingen aus einem Gespräch der Ortsverwaltung mit den Grüninger Vereinen hervor. Der Standard der alten Mikrofonanlage entspreche nicht mehr den heutigen Anforderungen an den Lärmschutz.

Muss das sein? Der Ortschaftsrat missbilligt die wiederholte Verwendung des Grüninger Festplatzes als Entsorgungsplatz für Altautos.
Muss das sein? Der Ortschaftsrat missbilligt die wiederholte Verwendung des Grüninger Festplatzes als Entsorgungsplatz für Altautos. | Bild: Rainer Bombardi

"Der Festplatz am Brigachufer ist kein Abstellplatz für Altautos", appellierte Ortschaftsrat Michael Böhm an die Vernunft. Er plädiere dafür, den Halter eines abgestellten Autos ausfindig zu machen und das abgemeldete Fahrzeug abschleppen zu lassen. Es ist das zweite Fahrzeug, das innerhalb kurzer Zeit auf dem Festplatz steht. Verschärft wird die missliche Situation durch die Nähe zum Kinderspielplatz.