Das Problem mit dem Flaschenmangel ist noch nicht überstanden. Das bestätigt Ilona Zimmermann, Pressesprecherin der Fürstenberg Brauerei auf SÜDKURIER-Nachfrage: „Die Situation ist nach wie vor angespannt.“

Das Problem: Aufgrund der hohen Temperaturen und des guten Wetters der vergangenen Wochen wird immens viel getrunken, Getränke werden in größeren Mengen im kühlen Keller gebunkert. Und das leider in einem solchen Verhältnis, dass mehr gekauft, als in Form von Leergut an die Brauerei zurückgegeben wird. Damit hat die Getränkeindustrie bundesweit zu kämpfen. Auch, weil die großen Glashütten, Lieferanten für den Bedarf von Brauerein und Getränkeherstellern, mit Lieferengpässen zu kämpfen haben.

Die Angelegenheit ist allerdings nicht nur negativ besetzt, sondern hat auch positive Aspekte: „Das Wetter ist gut und unsere Absätze ebenso. Darüber freuen wir uns natürlich“, so Zimmermann. Eine Konsequenz aus dem Mangel an Flaschen ist, dass das alkoholfreie Zitrus-Radler weiterhin in Braunglas abgefüllt werde. Zudem sollen auch die Verbraucher davon nichts zu spüren bekommen. Die Brauerei-Produkte stehen weiterhin in üblichem Maße zur Verfügung.

Ein Ende der Durststrecke ist womöglich sogar in Sicht: „Wir gehen davon aus, dass sich die Situation in den nächsten vier bis sechs Wochen entschärft. Laut Wetterbericht soll es die kommenden Tage bereits nicht mehr so hochsommerlich sein“, sagt Zimmermann. Eventuell tue sich beim Rücklauf des Leergutes dann auch was. Gerade, wenn dann auch viele Leute noch aus dem Urlaub zurückkommen.

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Wären da nicht vielleicht Kunststofflaschen eine Alternative zur Überbrückung der kargen Zeit? „Nein“, sagt Zimmermann. „Kunststoff kommt für uns gar nicht infrage. Es hat mehrere Dimensionen, warum wir bei unseren Getränken auf Glas zurückgreifen. Das Produkt gibt schon vor, dass die Inhaltsstoffe des Bieres nicht damit harmonieren. Das war also in unseren Planungen nie ein Thema.“ Dazu käme noch die Regelung der Wiederverwertung.