Ferienzeit ist Reparaturzeit. Das gilt überall dort, wo die Eingriffe von Fachfirmen und Handwerkern reibungloser ohne die eigentlichen Nutzer ablaufen. Also in Schule und Kindergärten etwa. In Donaueschingen werden in den Sommerferien an drei Grundschulen, an zwei weiterführenden Schulen und an zwei Kindergärten eine Reihe von Baumaßnahmen umgesetzt. Die Gesamtkosten für die Arbeiten in den Sommerferien beziffert die Stadt auf etwa 140 000 Euro.

  • Fürstenberg-Gymnasium: Fast wie neu präsentieren sich die Holzpaneelen in den zehn Klassenzimmern im zweiten Obergeschoss. In dem im Jahr 2002 in Betrieb genommenen Geschoss seien die Wände nicht mehr ansehnlich gewesen, erläuterte Heiko Kastorf aus dem Bereich Hochbau/ Gebäudemanagement der Stadtverwaltung. Deshalb wurden die bekritzelten und zerkratzten Paneelen abgeschliffen und neu versiegelt.
     
Fast wie neu präsentiert sich die Wand eines der zehn Räume im zweiten Obergeschoss des Fürstenberg-Gymnasiums. Die Holzvertäfelungen waren nach 16 Jahren Gebrauch nicht mehr schön anzusehen und wurden in den Pfingst- und Sommerferien ersetzt.
Fast wie neu präsentiert sich die Wand eines der zehn Räume im zweiten Obergeschoss des Fürstenberg-Gymnasiums. Die Holzvertäfelungen waren nach 16 Jahren Gebrauch nicht mehr schön anzusehen und wurden in den Pfingst- und Sommerferien ersetzt. | Bild: Wursthorn, Jens
  • Zur Schonung der neuen Wände wurde zusätzlichlich auf Höhe der Oberkanten der Schulbänke eine etwa zehn Zentimeter breite Risopal-Leiste aufgebracht. 40 000 Euro lässt sich die Stadt diese Maßnahme kosten, der erste Teil war schon in den Pfingstferien erledigt worden.
  • Erich-Kästner-Schule: In der Stammschule wird bis Ende der Sommerferien die gesamte Beleuchtung ausgetauscht sein. 25 000 Euro wurden dazu über mehrere Jahre ausgegeben. Umstellung von Leuchtstoffröhren auf LED-Licht reduziert die Stromkosten der Stadt. Der genaue Einsparungswert ist noch nicht beziffert. Die neuen Leuchtmittel ähneln in ihrer Form den bisherigen Röhren, bergen aber auf einem Korpus eine Reihe von LEDs. Auch wenn die Außenmaße zu passen scheinen, mussten auch die Lampengehäuse ersetzt werden. Austauschen musste man die Vorschaltgeräte. "Die bisherigen haben deutlich mehr Strom durchgelassen", erklärte Kastorf.
     
Zsofia Armas, beschäftigt bei der Niedereschacher Firma Picobello, macht in der Erich-Kästner-Schule die Grundreinigung.
Zsofia Armas, beschäftigt bei der Niedereschacher Firma Picobello, macht in der Erich-Kästner-Schule die Grundreinigung. | Bild: Wursthorn, Jens
  • Grundschule Allmendshofen: An der Außenstelle der Erich-Kästner-Schule bekommt ein Klassenzimmer einen neuen Boden. Das Parkett aus der Anfangszeit der Schule, gute 100 Jahre alt, habe ausgedient, sagte Ute Rutkat, Chefin der einheimischen Firma Hör, die mit der Sanierung von 85 Quadratmetern Bodenfläche beauftragt ist. Das Stabparkett sei in den Jahrzehnten schon so oft abgeschliffen worden, dass es jetzt zu dünn sei für eine weitere Bearbeitung. Weil das Schulhaus im Quellgebiet liegt und ohnehin Probleme mit Schimmelbefall im Keller aufweist, erfolgt der Bodenaufbau besonders sorgfältig. Auf den Holzunterbau wird eine so genannte Dampfbremse gelegt: ein Kunststoffbelag mit einer intelligenten Unterseite: Über eine Noppen-Oberfläche wird die Feuchtigkeit an Seitenwände abgeleitet. Dort sind die Sockelleisten mit Lüftungsschlitzen versehen. Über die Dampfbremse wird eine doppelte Pressspan-Schicht verklebt und verschraubt. Wenn diese dann mit Gips überspachtelt ist, wird darüber der Linoneum-Boden verlegt. Inklusive der Reinigungsarbeiten sei das bis zum Ende der Ferien machbar, versichert die Chefin. 18 000 Euro soll der neue Boden kosten.
     
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  • Abgeschlossen: Bereits umgesetzt sind Malerarbeiten in der Realschule und die Installation von Branderkennungsanlagen in den Kindergärten Pfiffikus und Wunderfitz. Die Kleinkinder im Pfiffikus dürfen sich zudem über ein Spielhaus freuen, das zwschenzeitlich aufgebaut wurde. Ebenfalls einsatzbereit ist die das EDV-Netz in der Grundschule Pfohren/Aasen.