Wenn OB Erik Pauly den Haushalt einbringt, startet die FDP/FW-Fraktion mit ihrer eigenen Vision von Donaueschingen in die Beratungen. Denn ihre Klausurtagung haben die Liberalen nicht nur für die Spaßaktion „Echtes Donauquellwasser für die Bregquelle“ genutzt, sondern auch über ihre eigenen Ziele und Ideen diskutiert. „Wir wollen die Stadt voranbringen“, sagt der FDP-Chef Niko Reith.

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Eines der teuersten Projekte in den kommenden Jahren dürfte neben dem Realschulneubau die Sanierung und die Erweiterung des gelben Rathauses werden. Unumstritten ist der Handlungsbedarf, denn zum einen regnet es beispielsweise in das Verwaltungsgebäude hinein, zum anderen wird mehr Platz für die Mitarbeiter benötigt. Nicht umsonst soll an der Villinger Straße im ehemaligen „Antenne de Commandement“, in dem einst die Verwaltungsspitze des französischen Militärs ihren Sitz hatte, quasi ein viertes Rathaus eingerichtet werden, um zukünftig auch allen Rathausmitarbeitern einen Arbeitsplatz bieten zu können und die enge räumliche Situation zu entspannen.

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Doch im Konversionsgelände gebe es ja auch noch die beiden historischen Sandsteingebäude am Hindenburgring, für die noch nach einer Nutzung gesucht wird. „Wenn nicht unsere Verwaltung da hin will, warum soll sonst jemand dahin wollen“, sagt Reith. Parkplätze könne man beispielsweise unter dem Flächendenkmal schaffen und auch für die weitere Entwicklung des Geländes wäre es ein gutes Zeichen, wenn die Verwaltung mit ihren Mitarbeitern dort angesiedelt werden würde.

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Und das gelbe Rathaus? Da heißt der Plan der FDP/FW-Fraktion zurück zur den Ursprüngen und das ehemalige Hotel wieder zu einem Hotel zu machen. „Wenn wir dort eines der besten Häuser der Stadt etablieren, ist das nicht nur eine qualitative Aufwertung für die Touristen, sondern auch für die Bürger“, so Fraktionssprecher Bertolt Wagner. Mit der Drehung der beiden Einbahnstraßen Zeppelin- und Max-Egon-Straße könnte der Verkehr vor dem neuen Hotel reduziert werden und so für mehr Aufenthaltsqualität gesorgt werden.

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Wobei Wagner mit der Drehung der Einbahnstraßen bei einem noch ausstehenden Punkt des Verkehrskonzeptes ist: „Uns ist es extrem wichtig, dass das Verkehrskonzept nicht nur auf die Einbahnstraße reduziert wird“, sagt Reith. Das eigentliche Ziel, den Durchgangsverkehr auf den City-Ring – bestehend aus Bahnhofstraße, Hermann-Fischer-Alle und Hindenburgring – sowie den Außenring – den Allmendshofener Zubringer und die Bundesstraße – zu verlagern, sei immer noch aktuell. Mit einem elektronischen Leitsystem müsse der Parksuchverkehr entsprechend gesteuert werden. Schwachpunkt des Ganzen sei allerdings der Hindenburgring. „Die Grünphasen sind aus unserer Sicht immer noch nicht aufeinander abgestimmt“, erklärt Reith.

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Hinzu komme, dass die Erschließung des neuen Stadtviertels „Am Buchberg“ mit 1000 Schülern, Lehrern und Eltern, deren Ziel die Realschule ist, und die rund 1000 neuen Bürger, die dort einmal wohnen werden, außer Betracht gelassen würden. Gerade die Erschließung der Realschule ist für die FPD/FW-Fraktion ein wichtiger Punkt. Aktuell sehen die Planungen eine Fußgängerampel zwischen den beiden bestehenden Ampeln vor, die auf Bedarf aktiviert werden kann. „Eine dritte Ampel funktioniert dort nicht“, so Reith. Über eine Brücke oder eine Unterführung ist auch schon diskutiert worden. Von Letzterem haben sich die Liberalen aber noch nicht verabschiedet. „Ein Tunnel, der hochattraktiv, modern und gut beleuchtet ist“, hält Fraktionssprecher Bertolt Wagner für die Lösung.

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Und wenn die neue Realschule gebaut ist, solle die Konversionsgesellschaft ihre Erfahrungen nutzen, um auch das alte Realschul-Gelände einer neuen Nutzung zuzuführen. Vielleicht lassen sich dort auch neue Parkmöglichkeiten in Verbindung mit Wohnraum schaffen? Auf jeden Fall müsse die Sanierung der südlichen Innenstadt vom Parkdeck hinter dem Rathaus entkoppelt werden, dessen Realisierung aktuell eher als ungewiss gilt.

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Für die südliche Innenstadt ist die Idee, das Quartier unter dem Gesichtspunkt von altersgerechtem Wohnen zu überplanen. Natürlich müssten die Bewohner und die Besitzer eingebunden sein.