Mal warf der, nun ja, stockende Informationsfluss Fragen zum Verhältnis von Ortschaftsrat zur Bevölkerung auf. Dann verlagerte sich die Diskussion auf die neue Zufahrtsstraße übers Gewerbegebiet Längefeld: Was nichts anderes darstellt, als Notwendigkeit und Vorstufe eines von den Behörden so erachteten Abrisses des ortsbildprägenden Jugenstilbauwerks. Zuletzt bemühten sich Brückenschützer Hubert Mauz um höheren Beistand. Auf die Brückenmauer postierte Nepomuk-Bilder flankierten am Neujahrstag die Fahrt über die Breg.

Der Fülle der Herangehensweisen fügt sich jetzt eine historische Variante hinzu: Der Baarverein hat die erste im Großherzogtum Baden errichtete Stahlbetonbrücke zum bauhistorischen Unikat geadelt und in sein Veranstaltungsprogramm 2019 genommen. Drei Stunden, von 14 bis 17 Uhr, haben die Exkursionsteilnehmer Zeit, sich vor Ort intensiv mit dem Bauwerk zu befassen. Referenten sind Kreisarchivar Clemens Joos und der Donaueschinger Architekt Lukas Gäbele. Wer sich umfassend über das massive Streitobjekt informieren möchte, trifft sich um 13.30 Uhr zur Bildung von Fahrgemeinschaften an der Christuskirche in Donaueschingen.

Hubert Mauz hat sich seine Meinung bereits gebildet. Der einzige Fehler der Erbauer sei gewesen, die Brücke nicht nicht 1,5 Meter breiter zu bauen. Ansonsten sei das Projekt weitsichtig, hochwertig und nachhaltig gewesen. Bis heute. Mal sehen, ob es andere Ansichten gibt.

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