Das gab es in der Wolterdinger Vereinswelt wohl ganz bestimmt noch nie. Das heißt: der Tennisclub konnte vergangenes Jahr, Schlimmeres gerade im letzten Moment noch verhindern.

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Aber den Turnverein, mit seinen knapp 600 Mitgliedern größter Verein des Ortsteils, hat es nun eiskalt erwischt: Im 59. Jahr seines Bestehens konnte der Turnverein am Abend seiner Jahreshauptversammlung weder einen stellvertretenden Vorsitzenden, eine Nachfolge für Kassiererin Sabine Götz, die das Amt nach 15 Jahren zur Verfügung stellte, Schriftführer noch Oberturnwart finden. Einzig und allein der schon seit 2002 amtierende Vorsitzende Elmar Gehringer wurde wieder von den 28 Stimmberechtigten mit einer Enthaltung gewählt.

Kein Fortbestand

Aber das nützt in diesem Fall nichts, denn wenn die wichtigen Vorstandsposten nicht besetzt werden können, sieht Elmar Gehringer keinen Fortbestand des Vereins. Dies wäre jedoch sehr schade denn es turnen zehn Erwachsenenriegen, davon zwei in Hubertshofen, sowie sieben Kinder-und Jugendriegen, die derzeit sehr gut aufgestellt sind, unter seinem Schirm.

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Der reguläre Ablauf der Hauptversammlung wurde nun also erst mal ausgesetzt. Und nun sind die Mitglieder gefragt, dass der Verein am Leben gehalten werden kann. Vorstandsmitglieder können auch Elternteile von Kindern oder Jugendlichen werden, die also nicht aktiv selbst am Turnbetrieb teilnehmen. Man stelle Forderungen an den Verein, aber Verantwortung, in Form von Ehrenamt übernehmen, will keiner, sagt die bisherige Kassiererin Sabine Götz.

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Nun kam man zu dem Schluss, dass in Kürze eine Sitzung mit den Übungsleitern einberufen werden soll, um sich Gedanken zu machen, wie man aus dem Dilemma kommen kann. Dann, in etwa sechs Wochen steht eine außerordentliche Mitgliederversammlung an. Gehringer hofft, dass Interessenten für diese Ehrenämter gewonnen werden können.

"Schaut, dass der größte Verein in Wolterdingen weiter existieren kann. Geht in euch, holt alle Riegen an den großen Tisch, und sucht nach einer Lösung", appellierte Hubertshofens Ortschefin Monika Winterhalder. "Jetzt muss Tacheles geredet werden", fügte Noch-Ortsvorsteher Reinhard Müller an.

Viele Ehrungen

Für 50 Jahre Mitgliedschaft wurden Rosmarie Sieringer, Anna Schulz, Henriette Arnold und Holger Giesin geehrt. Für 40 Jahre Gabriele Hauptvogel. Thomas Heizelmann, Ruth Andris, Margareta Dankwardt, Rosmarie Ehrhard, Ruth Gfell, Sieglinde Keller, Angelika Knöpfle, Julia Münch, Helene Neumann, Rita Vogt, Gerda Wiehl, Elvira Schiefelbein und Ulricka Murr wurden für 25-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. 15 Jahre dabei sind Rita Schulz, Hannelore Heine, Samantha Neininger, Anna Weniger, Felicitas Reiner, Karin Lang, Heike Schrenk, Rafael Buchholz, Nico Mantel, Bettina Dannecker, Sabine Mantel und Franziska Dannecker.