Sehr gut besucht war der „Erste Werktag“. Die erste Sitzung des Aasener Ortschaftsrates ging Mittwochnachmittag über die Musikschuppenbühne. Viele Bürgerinnen und Bürgern interessierten sich für Perspektiven für die Zukunft der Ortschaft und Infos von Oberbürgermeister Erik Pauly zur Stadtpolitik.

  • Jahresrückblick: „Aasen ist das Premiumdorf auf der Ostbaar, und wir wollen das auch in Zukunft sein“, stieg Ortsvorsteher Horst Hall in den Rückblick auf das Jahr 2018 ein. Er ermunterte die Bürgerinnen und Bürger, sich auch in turbulenten Zeiten für die Zukunft der Ortschaft zu engagieren. Im vergangenen Jahr wurden für Gehweg- und Straßenbau und Bürgerhalleninstandhaltung 114 000 Euro investiert. Der Hieb im Stadtwald betrug 1 950 Kubikmeter, 7 000 neue Bäume wurden gepflanzt und von einer verstärkten Bejagung wird ein guter Aufwuchs erhofft. Zu den Highlights 2018 zählen das 90-jährige Bestehen des SV Aasen, der Aufstieg in die Kreisliga A und der Ausbau des Sportplatzes. Die Aasener Landfrauen haben ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert. Die Einwohnerzahl wuchs von 1 254 Bürgern am Jahresanfang auf 1 306 Ende November 2018. Zehn Todesfälle hatte Aasen zu beklagen und Freude gab es über 13 Geburten.
Mehr als 90 interessierte Aasener Bürgerinnen und Bürger kommen am ersten Werktag zur traditionellen Ortschaftsratssitzung in den Musikschuppen.
Mehr als 90 interessierte Aasener Bürgerinnen und Bürger kommen am ersten Werktag zur traditionellen Ortschaftsratssitzung in den Musikschuppen. | Bild: Elisabeth Winkelmann-Klingsporn
  • Vorausschau 2019: Viel vor hat man in Aasen für das neue Jahr: Die Erschließung von fünf neuen Bauplätzen an der Käppelestraße, Investitionen für Straßenbau, Wasser und Abwasser von 385 000 Euro, und der Bau eines Rad-Gehweges von Aasen zum Hotel Öschberghof für 315 000 Euro. Für die anstehende Sanierung des Parkplatzes am Kindergarten sind für die Planung 15 000 Euro vorgesehen und in 2020 für die Umsetzung 130 000 Euro. Bei den vielen Anmeldungen ist eine Erweiterung im Gespräch. Da 2019 dafür jedoch kein Geld eingeplant sei, werde nach anderen Lösungen gesucht, so Hall. Die Investition für die Bürgerhalle belaufen sich auf 8 500 Euro. Für 2020 sind für die Sanierung der Außenfassade und der Duschen 39 000 Euro vorgesehen. Neubauflächen gibt es am Unterscheibenrain. Eine Zufahrt zeichnet sich von der Grubenstraße her ab. Im Blick auf eine private Erschließung solle der Investor hier mitsprechen. Vorgesehen sind Reihen-, Einfamilien- und Doppelhäuser. Der Offenlegungsbeschluss steht am 5. Februar auf der Tagesordnung des Bauausschusses. Mittelfristig zeichnen sich Neubauflächen am Oberen Anger ab. 1,5 Hektar konnte die Stadt bereits erwerben. Ein neuer Flächennutzungsplan für die Jahre 2020 bis 2035 soll diese Flächen entsprechend aufnehmen. Im Ortskern gibt es zwei private Großprojekte und ein weiteres im Gewerbegebiet. Mit diesen Perspektiven sieht Hall die Ortschaft für die nächsten Jahre gut aufgestellt.
  • Die Zukunftswerkstatt: Dieser sehr gut besuchte Workshop im vergangenen Dezember hat Vorstellungen und Wünsche der Einwohner für die Zukunft der Ortschaft deutlich gemacht. Schwerpunkte sind die Entwicklung der Infrastruktur, die Gestaltung des Lebens und Wohnens, Erhalt von Grundschule und Kindergarten und Freizeitgestaltungsangebote im Ort. Dazu sollen „Kleine Schritte zum besseren Leben in Aasen“ demnächst in offenen Fachgruppen auf den Weg gebracht werden, zu denen Hall ausdrücklich einlädt.
  • Bürgerfragen: Unterstrichen wurde die Wichtigkeit ausreichender Kindergartenplätze. Harsche Kritik gab es an der Einbahnstraßenregelung für die Fürstenbergstraße. Immer noch verärgert zeigt man sich in Aasen über die Geschwindigkeitsbegrenzung an der alten B 27 auf 50 Kilometer pro Stunde. Probleme macht die Handhabung der Lautsprecheranlage in der Bürgerhalle.