Die turbulenten Zeiten in Wolterdingen haben ein Ende. Die Grundschule im größten Donaueschinger Stadtteil hat seit dem neuen Schuljahr wieder eine eigenständige Leitung und drei neue Lehrer. Somit kann der Schulbetrieb wieder seinen normalen Lauf nehmen. Und auch in punkto Computer ist die kleine Dorfschule weiter Vorreiter.

Im Rahmen des Tag der offenen Tür stand die Leiterin der Wolterdinger Grundschule, Regina Kanstinger (Mitte), Rede und Antwort stehen.
Im Rahmen des Tag der offenen Tür stand die Leiterin der Wolterdinger Grundschule, Regina Kanstinger (Mitte), Rede und Antwort stehen. | Bild: Anita Reichart

Nachdem sich Bernhard Hauer im Jahr 2016 in den Ruhestand verabschiedet hatte, übernahm der Rektor der Donaueschinger Eichendorffschule, Wolfram Möllen, das Amt zunächst für drei Jahre kommissarisch. Jetzt hat die Donaueschingerin Regina Kanstinger die Leitung übernommen. Sie unterrichtet seit 2017 im Ort und hat auch zuvor schon Schulleiteraufgaben übernommen. Nach der Ausbildung zur Reiseverkehrskauffrau hat die Fürstenberg-Abiturientin einen zweijährigen Aufenthalt in Kanada absolviert. Im Anschluss begann sie ihr Studium auf Lehramt in Freiburg. Das erste Staatsexamen legte die verheiratet Mutter dreier Töchter 1997 ab. Nach dem Referendariat an der Eichendorffschule in Donaueschingen folgte 1999 das zweite Staatsexamen. Bis 2016 war sie dann in Teilzeit an verschiedenen Schulen im Umkreis beschäftigt.

Schnittstelle sein

Die 53-Jährige möchte, dass sich die Grundschule ins Ortsleben mit einbringt, weil eben auch immer wieder Neubürger zuziehen, die dann durch ihre Kinder etwas über das Leben im Dorf erfahren können. „Wir möchten die Schnittstelle zwischen den Aktivitäten in der Gemeinde und der Schule sein“, erklärt die Schulleiterin. Daher finde sie gerade die Aktionen wie das Adventsfenster, die Schülergottesdienste und auch die Fasnet, wo die Grundschüler sich mit einer kleinen Vorführung beteiligen, sehr wichtig.

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Dass die Wolterdinger Schule Bestand habe, sei selbstverständlich, betonte die Leiterin. Das Schulamt sowie die Stadt Donaueschingen unterstützten die Bildungsstätte. Ganz besonders wichtig sei für sie, dass jedes Kind die bestmögliche Ausbildung erhalte und dass die natürliche Freude am Lernen bei den Schülern erhalten bleibe und sich weiter entwickle. Und dies ist in der „Zwergenschule“ auch ohne Frage möglich. Dafür sorgte der ehemalige Schulleiter schon vor Jahren. In weiser Vorausschau stellte Bernhard Hauer schon Ende 2010 die Weichen für eine zukunftsfähige Grundschule. Denn der besondere Höhepunkt ist das Schulnetz mit den interaktiven Whiteboards. Die Kinder können im Unterrichtsalltag in vielfältiger Weise von der Technik profitieren, wenn sie richtig eingesetzt wird. Das gehe von tollen Darstellungsmöglichkeiten von Lerninhalten über den praktischen Umgang mit der Technik bis hin zu oft geforderten Medienkompetenz, war schon damals seine Meinung.

Im Frühjahr 1951 wurde mit dem Bau begonnen, und im Juli 1952 konnte das Wolterdinger Schulhaus schon eingeweiht werden.
Im Frühjahr 1951 wurde mit dem Bau begonnen, und im Juli 1952 konnte das Wolterdinger Schulhaus schon eingeweiht werden. | Bild: Anita Reichart

„Die Basis, die fast an allen anderen Schulen fehlt, gibt es in Wolterdingen also. Im Digital-Packt sind wir gut ausgestattet und somit auch in dieser Hinsicht Vorreiter“, sagt Kanstinger. „Nun können wir schauen, welche Erweiterungsmöglichkeiten noch sinnvoll sind“, fügte sie an. Seit dem neuen Schuljahr gibt es auch eine Chor-AG, die sich die neue Lehrerin Sybille Rewald gewünscht hat. Auch mit Helping Hands besteht eine Kooperation. Eine externe Partnerin vermittelt den Kindern soziale Kompetenz, durch Verantwortung für das eigene Verhalten sowie fürsorgliches und achtsames Verhalten in der Gesellschaft. Insgesamt 15 Kooperationen sind am Laufen.