Bei brütender Hitze zieht der Pfohrener Benefiz-Lauftross seit Samstag durch Rumänien. Exakt 602 Kilometer vor dem Ziel hat die Läufergruppe am Montag die Kleinstadt Zimnicea erreicht. „Heute Morgen sind es sicher schon 25 Grad“, meldete sich Organisator und Lauftreff-Vize Thomas Schneider kurz nach zehn Uhr via Mobiltelefon. An den vergangenen Nachmittagen sei es deutlich über 30 Grad heiß gewesen: Temperaturen, mit denen man im Vorfeld nicht gerechnet hatte, die man aber mit sportlicher Vernunft angeht.

Kühlung aus dem Sprühkännchen

So kühlen sich die Läufer, indem sie sich mit Wasser übergießen oder einen kühlenden Wassernebel aus den Sprühkännchen der Begleitradler genießen. Auf den Laufstrecken selbst wird häufiger getauscht, ältere Läufer werden in den Zeiten maximaler Hitze geschont. „Und so viel getrunken wie in den vergangenen Tagen habe ich ohnehin selten“, lacht Schneider und lenkts aufs Thema Flüssigkeitsausgleich.

Morgens um sechs ist es noch kühl: Wie beim Empfang der Läufer durch den Bürgermeister im ungarischen Nagymaros.
Morgens um sechs ist es noch kühl: Wie beim Empfang der Läufer durch den Bürgermeister im ungarischen Nagymaros. | Bild: Lauftreff Pfohren

40 Kisten Mineralwasser und 20 Kisten Isogetränke haben die Donauläufer dank Sponsor Bad Dürrheimer Mineralbrunnen auf ihrer Tour durch Südosteuropa dabei, die Mineralwasservorräte neigen sich inzwischen dem Ende zu und werden durch Zukäufe in örtlichen Supermärkten ersetzt.

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Nach den Mücken plagen Hunde

Waren es in Serbien die Stechmücken, die den Läufern zusetzten, so sind die tierischen Überraschungen in Rumänien größerer Natur. Streunende Hunde oder aus den Einfahrten stürzende Hofhunde kommen Biker und Läufer in die Quere. Zum Glück liefen die Hofhunde dann aber gleich wieder zurück, wenn sie ihr Territorium verteidigt haben, weiß Schneider aus eigener Erfahrung.

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Herzliche Gastfreundschaft an der Strecke

In Rumänien laufen die Pfohrener weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit. „Unsere Aktion hat sich dort nicht so rumgesprochen“, erklärte Schneider. Dennoch flackern Begeisterung, Herzlichkeit und Gastfreundschaft immer wieder auf.

Gruppenbild im Schatten. Den Pfohrener Donauläufern fordert gegenwärtig die große Hitze tagsüber alles ab.
Gruppenbild im Schatten. Den Pfohrener Donauläufern fordert gegenwärtig die große Hitze tagsüber alles ab. | Bild: Lauftreff Pfohren

Wenn Kinder am Straßenrand stehen und sich abklatschen lassen, wenn Hobbyläufer ein paar hundert Meter mitrennen oder besonders an den Übergabepunkten an Rathäusern und Kirchen. Dort findet sich Zeit, die örtlichen Sehenswürdigkeiten in Augenschein zu nehmen, mit den Menschen ins Gespräch und in den Genuss spontaner Einladungen zu kommen.

Physiotherapeuten schaffen Unglaubliches

Gold wert sind für die Laufgruppe die beiden Physiotherapeuten. Jeweils abends im Hotel kommt das Ehepaar Suppanz ins Spiel. Dann werden Blasen behandelt, Blessuren getaped, Beine massiert oder Gelenke eingerenkt. Teamwork, das das Gesamtprojekt einem guten Ende zuführen soll.

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„Wir sind jetzt gut 2500 Kilometer gelaufen und absolut im Zeitplan“, sagt Schneider. Und ergänzt mit einer fast noch wichtigeren Nachricht: „Alle 21 Läufern sind noch auf der Strecke.“

Marc Schneider auf seiner Etappe entlang der Donau in Rumänien
Marc Schneider auf seiner Etappe entlang der Donau in Rumänien. | Bild: Lauftreff Pfohren