Es ist 3 Uhr morgens. In der Karlstraße ist es mucksmäuschenstill. Doch plötzlich hört man ein lautes Knacken aus der Richtung der Hofapotheke. Dort sind gerade dunkle Gestalten dabei, durch ein Fenster in das Geschäft einzusteigen. Durch eine Bautür verlassen sie das Gebäude wieder mit einem großen, rechteckigen Kasten. Den laden die Einbrecher in einen Kleintransporter und suchen mit quietschenden Reifen schnell das Weite.

Ein Tresor und Münzgeld

So oder so ähnlich könnte sich der Einbruch in der Hofapotheke am Mittwochmorgen abgespielt haben. Zwischen 2 und 4 Uhr hebelten dort bisher Unbekannte mehrere Fenster an der zum Nahkauf gewandten Gebäudeseite auf. Ein Tresor und etwas Münzgeld konnten dabei erbeutet werden. Über die genaue Höhe des Schadens liegen laut Polizei noch keine Hinweise vor.

Der Inhaber der Hofapotheke Peter Meess hat den Einbruch als Erster bemerkt.
Der Inhaber der Hofapotheke Peter Meess hat den Einbruch als Erster bemerkt. | Bild: Ferdinand Harich

Glas ging zu Bruch

„Ich habe den Einbruch am Mittwochmorgen um 7.30 Uhr bemerkt“, sagt Peter Meess. Um diese Uhrzeit tritt der Inhaber der Hofapotheke meistens seinen Dienst an. „Die Fenster wurden ziemlich stark beschädigt.“ Die Glasscheiben seien beim Aufhebeln allerdings nicht zu Bruch gegangen.

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Ein Kasten mit 200 Kilogramm

„Der Tresor hat mindestens 200 Kilogramm gewogen und war fest im Boden versiegelt“, so Meess. Wie genau die Täter den Tresor herausgehebelt und wegtransportiert haben, wisse er nicht. Dafür brauche man aber mindestens einen Kleintransporter, meint der 63-Jährige. In einer in der Apotheke integrierten Bautür habe der Schlüssel von innen gesteckt. „Durch die Tür sind die Einbrecher mit ihrer schweren Beute entkommen.“

Im Innenraum der Hofapotheke sei ansonsten nichts zu Bruch gegangen. „Wir müssen jetzt schauen, ob wir die Fenster reparieren oder austauschen müssen“, sagt der Apotheker.

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Früher schon versucht

Im Herbst 2018 hätten schon einmal Einbrecher versucht, über die Eingangstür in die Hofapotheke zu gelangen. Die Täter seien damals zum Glück gescheitert, so der Apothekeninhaber. Sollten sich solche Vorfälle häufen, könne das für Schwierigkeiten mit der Versicherung sorgen, befürchtet er. Daher gehe es jetzt vor allem darum, ob die Versicherung komplett für den entstandenen Schaden aufkomme.

Apotheke soll sicherer werden

Um zukünftige Einbrüche möglichst zu vermeiden, will Meess nun Vorkehrungen treffen. „In kürzester Zeit werden wir weitere Sicherheitsmaßnahmen in den derzeitigen Umbau der Apotheke integrieren.“ Einen hundertprozentigen Schutz könne man allerdings nie gewährleisten. „Da sind meistens Profibanden am Werk.“

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Vermutlich mehrere Täter

Es sei davon auszugehen, dass bei der Entwendung eines 200 Kilogramm schweren Tresors mehrere Täter am Werk waren, so eine Polizeisprecherin des Polizeipräsidiums Tuttlingen. Zudem hätten die Unbekannten vermutlich entsprechende Werkzeuge und Maschinen zum Abtransport des Tresors verwendet. Von einer professionellen Einbrecherbande auszugehen, sei momentan jedoch noch reine Spekulation.

Hinweise nimmt das Polizeirevier Donaueschingen unter der Nummer 0771/83 78 30 entgegen.