Am Ende hat es doch nicht ganz gereicht. Das Projekt, das Hans-Günter Buller während seiner kompletten Amtszeit als Ortsvorsteher beschäftigt hat, ist zu seiner Verabschiedung nicht fertig geworden. Doch immerhin befindet sich die neue Halle, für die der Grüninger Ortsvorsteher so vehement gekämpft hatte in Bau und kann voraussichtlich nächstes Jahr eingeweiht werden. Und so konnte Buller bei seinem Rückblick auf 25 Jahre in der Kommunalpolitik und 15 Jahre als Ortsvorsteher „das Ambiente der alten Halle genießen“.

Noch einmal ein großes Fest in der alten Halle: 15 Jahre hat der scheidende Ortsvorsteher Hans-Günter Buller für eine neue Halle gekämpft, die sich gerade auch in Bau befindet, aber für seinen Abschied nicht ganz fertig geworden ist.
Noch einmal ein großes Fest in der alten Halle: 15 Jahre hat der scheidende Ortsvorsteher Hans-Günter Buller für eine neue Halle gekämpft, die sich gerade auch in Bau befindet, aber für seinen Abschied nicht ganz fertig geworden ist. | Bild: Jakober, Stephanie
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45 Minuten voller Dank und Erinnerung

Noch gut könne er sich an den Tag erinnern, als man sich vor 15 Jahren eben in diesen Räumen getroffen habe, um seinen Vorgänger Willi Hirt zu verabschieden. „Wo ist bloß die Zeit geblieben?“, fragte sich Buller. Und das galt auch für seine Abschiedsworte. Zehn Minuten waren vorgesehen. Mehrfach betonte Buller mit einem Schmunzeln, er liege ja wohl noch drunter. Oder sei gar seine Uhr stehen geblieben. Am Ende waren es 45 Minuten, in denen er auf seine Amtszeit zurückblickte, seinen Weggefährten dankte und gleichzeitig auch einen Ausblick in die Zukunft wagte. Wobei er sich sicher ist: „Michael Böhm wird das sicher gut und richtig machen“, ist sich Buller sicher, dass sein Nachfolger die Geschicke von Grüningen glücklich leiten werde.

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Lernen geht auch jetzt noch

Und selbst nach so einer langen Zeit in der Kommunalpolitik kann man noch einiges lernen: „Ich habe nun im Nachhinein einiges über meine Person erfahren, das ich bis dahin gar nicht wusste“, so Buller. Hätten OB Erik Pauly und der Neudinger Ortsvorsteher Klaus Münzer bei all ihren lobenden Worten ihn gar mit jemand anderem verwechselt? Und auch vom Grüninger Nachwuchs konnte Buller noch vieles lernen.

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Dank von den Kleinen

Mit kleinen Videobotschaften, die die Rede von Buller-Nachfolger Michael Böhm bereicherte, erklärten die Kindergarten- und Schulkinder, was denn so ein Ortsvorsteher macht. Er steht nämlich vor dem Ort herum. Und Ortsvorsteher kann man auch nur werden, wenn man studiert hat. Und in der Schule hat er sicher auch Quatsch gemacht. Der Grüninger Nachwuchs, der ihm als Ortsvorsteher so am Herzen gelegen hatte, brachte nicht nur Buller herzlich zum Lachen.

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Und lustig war‘s bei dieser Verabschiedung alle Male. Zum einen sorgte Buller mit seiner eigenen Rede für etliche Lacher. Wie beispielsweise als er seine eigene Aussage, die Zahl der Kinder in Grüningen sei noch zu „optimieren“, mit einem trockenen „Das müssen andere übernehmen. Ich kann da aber nicht mehr mithelfen“ kommentierte.

Georg Rist (von links), Klaus Doser und Kurt Erndle zeigen, wie sportlich es bei der Männerriege des Turnvereins zugeht.
Georg Rist (von links), Klaus Doser und Kurt Erndle zeigen, wie sportlich es bei der Männerriege des Turnvereins zugeht. | Bild: Jakober, Stephanie

Vereine sagen auf Wiedersehen

Aber auch die Vereine hatten sich einiges einfallen lassen. Beispielsweise die Männerriege des Turnvereins, die die Bullersche Lieblingsturnübung vorführten. Oder die Rebberghexen Jürgen Hirt und Nina Meister, die den scheidenden und den neuen Ortvorsteher im speziellen Grüningen-Quiz gegeneinander antreten ließen. Und Buller weiß selbst als Zugereister viel, aber wo das Roßgräble liegt dann doch nicht. Von der Untiefe in der Brigach, in der sogar Pferde ertrunken sein sollen, hatte er noch nie gehört. „Das muss vor meiner Zeit gewesen sein. Ich habe da nie ein Roß ertrinken sehen.“

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Aber ansonsten: „Die Grünginger haben es schnell erkannt: Mit dem Kerle kann man etwas anfangen“, sagte Klaus Münzer. Mit seiner „Bullerschen unkomplizierten und ruhigen Art“ sei Buller immer an der Sache und nicht am eigenen politischen Profil interessiert gewesen. Nie habe er für seine eigenen Interessen gehandelt, sondern stets zum Wohle Grüningens. „Hans-Günter Buller hat seine Spuren hinterlassen.“

Für den großen SC Freiburg-Fan überreicht Ralf Fien das Geschenk der Grüninger Vereine: ein Trikot mit den Unterschriften aller Spieler.
Für den großen SC Freiburg-Fan überreicht Ralf Fien das Geschenk der Grüninger Vereine: ein Trikot mit den Unterschriften aller Spieler. | Bild: Jakober, Stephanie

Der Oberbürgermeister ist beeindruckt

Beeindruckt zeigte sich auch OB Erik Pauly: Hatte er doch von Buller gleich bei seinem ersten Besuch in Grüningen erfahren, dass die neue Halle schon lange versprochen sei und nun endlich gebaut werden müsse. „Ich dachte damals, dass das schon am Grundstück scheitern wird.“ Schließlich gehörte das Stückchen Land einer Erbengemeinschaft mit 14 Personen. „Da wird er gegen Wände rennen und sich die Zähne ausbeißen“, erinnert sich der OB, der dann nach eigenen Angaben verblüfft war, dass Buller so schnell zum Ziel gekommen ist. Und auch Michael Böhm ist sich sicher: „Ohne unseren Hans-Günter hatten wir heute noch nicht einmal das Grundstück.“

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