Zunächst zogen beim Umzug unzählige schaurig-schöne Gestalten durch die Innenstadt und das Schneegestöber hin zum Ort des Geschehens. Dort säumten bereits hunderte Besucher die Absperrbänder. Beinahe wäre das diesjährige Hexenfeuer gefährdet gewesen, denn die starken Windböen vom Donnerstag und frühen Freitag hatten das Spektakel beinahe ausfallen lassen.

Im Vergleich zum Schmotzigen war es zwar um einiges kälter, doch schließlich hat das Hexenfeuer die Winteraustreibung zum Ziel, da darf es ja dann auch noch mal etwas kälter sein. Doch nur damit, Feuer abbrennen zu lassen, begnügten sich die Schellenberghexen nicht, vielmehr trat dann eine ganz spezielle Abordnung der Hexenzunft auf den Plan: die "Fire Socks". Mit ihren speziellen Sprungbesen wagten sie sich durch – und über – das lodernde Feuer.

Es war bereits die 40. Winteraustreibung, welche die Schellenberghexen inszenierten – und ganze 39 Jahre davon hatte es gebraucht, bis sich mit Silke Storz die erste Frau mit dem Sprungbesen über die Flammen wagte. Das Fazit der mutigen Dame? "Tja, ich hatte im Vorfeld eine etwas große Klappe, dass das auch Frauen könnten", so die Debütantin. "Als ich aber dann schon beim Üben merkte, dass da doch einiges dazugehört, hatte ich vor dem ersten Sprung ganz schön Muffensausen."

Doch die nicht nur sprichwörtliche Feuertaufe gelang mit Bravour. "Super, super, super", so eine begeisterte Silke Storz nach dem Spektakel.

Im Anschluss ging es in die Donauhallen, wo dann der Hexenball gebührend zelebriert wurde. Die Hexenkinder unter Leitung von Ann-Kathrin Wolf, Donaukobolde (Leitung Markus Mattern), Passion (Saskia Seifried), Wildstyle (Cynthia Bull), Stadthexen (Marion Gernhardt), Zunftballett (Ramona Willman), Stiefelgarde Unadingen (Ann Kathrin Wolf), Rebberghexen (Erich Thurow), Movimnento (Jessica Galvagno) und die Burgteufel Hohentwiel (Tobias Burle) sorgten für das mehrstündige, lebhafte Programm.

Alle Bilder vom Hexenball gibt es hier: