Auf sein 60-jähriges Bestehen blickt der Wolterdinger Fasnachtsverein Bregtal-Glonki zurück. Doch das Jahr steht anscheinend unter keinem guten Stern. Schon die Schreckminuten beim bunten Nachmittag am Fasnachtssonntag, als ein Elferrat auf der Bühne zusammenbrach, war wohl ein schlechtes Omen für die weiteren Monate. Er ist aber zum Glück auf dem Weg der Besserung.

Jetzt hat auch noch der Vorsitzende und Oberglonki Herbert Köhler, der dieses Amt seit November 2012 inne hatte, sein Handtuch geworfen. Nach eigener Darstellung kann er das Tun mancher Vereinsmitglieder nicht mitverantworten. Die Ansichten zwischen den Mitgliedern und dem Vorstand gingen weit auseinander. "Was in der Vorstandschaft beschlossen worden ist, wurde nicht gemacht oder anders umgesetzt", erklärt Köhler, der 23 Jahre aktiv den Bregtal-Glonki angehörte. "Es ist schade, dass es so gekommen ist, das Wirken im Verein hat mir Spaß gemacht, aber ich bin kein Hampelmann", kommentiert er seinen Entschluss.

Unabhängig von ihm ist ebenfalls die seit 2012 amtierende Glonki-Mutter Ulrike Köhler wegen Unstimmigkeiten unter den Müller-Paaren von ihrem Amt zurückgetreten.

Der Fasnetverein, zu dem die Müller-Paare, die Stoaklopfer und der Fanfarenzug gehören, steht nun also vor einer großen Aufgabe. Derzeit leitet die erst im November 2016 gewählte stellvertretende Vorsitzende Petra Weniger den Verein kommissarisch. Am 22. April findet eine außerordentliche Mitgliederversammlung statt, wo man sich frisch aufstellen möchte.

"Um die Interessen von allen Gruppen besser berücksichtigen zu können, soll die Vorstandschaft anders zusammengesetzt werden. Dazu gehöre auch, dass eventuell der Elferrat, der bisher als Vorstandsgremium tätig war, in eine Untergruppe der Bregtal-Glonki umfunktioniert wird", deutet Weniger an. Dann könne jedes Mitglied aus dem Verein in das Führungsgremium gewählt werden. Darüber müsse geredet werden. Wenn eine Einigung dahingehend erzielt wird, muss die Vereinssatzung geändert werden.