Einige Unfälle mit Blechschäden, ansonsten aber keine besonderen Vorkommnisse: Die Donaueschinger haben den Wintereinbruch ganz abgeklärt und besonnen hingenommen. Der SÜDKURIER hat mit zahlreichen Bürgern gesprochen, die am Morgen ihre Autos freigeschaufelt und die Gehsteige vor ihren Häusern geräumt haben. Gemeinsamer Tenor: „Es ist Winter, da gehört das Schneeschippen halt dazu. Und so extrem wie noch in den 70er- und 80er-Jahren sind die Schneefälle ja längst nicht mehr.“ Der Klimawandel ist längst auf der Baar angekommen.

Hinterm Steuer dieses Fahrzeugs sitzt Daniel Bechthold von den Technischen Diensten der Stadt Donaueschingen. Die Arbeit begann für ihn und seine Kollegen um 4 Uhr.
Hinterm Steuer dieses Fahrzeugs sitzt Daniel Bechthold von den Technischen Diensten der Stadt Donaueschingen. Die Arbeit begann für ihn und seine Kollegen um 4 Uhr. | Bild: Niederberger, Holger

Um vier Uhr nahmen die Männer des Streu- und Räumdienstes ihr Tagwerk auf. Auf bewährte Weise wurden zunächst die Stadtbus-Linien schneefrei gemacht, dann die Stadteinfahrten und Brücken. Die Hauptstrecken seien gleich drei Mal abgefahren worden, weil die Niederschläge den Vormittag über anhielten, so Armin Börnert, der Chef der Technischen Dienste. Zwei, drei Bürger hätten sich beschwert, dass die Schneeräumfahrzeuge Schnee vor ihren Ein- und Ausfahrten aufgehäuft haben. So wie in jedem Jahr. Ansonsten „hatten wir alles im Griff“, die Schneefälle seien ja angekündigt gewesen.

Was den einen viel Arbeit macht, sorgt bei anderen für Vergnügen: Kaum war Thedys Wiese mit Schneeflocken bedeckt, da sah man auch schon Kinder auf ihren Schlitten und Bobs den Hang hinuntersausen, darunter der dreijährige Jonathan. Der hatte Glück, dass sein Vater gestern frei hatte. „Wir waren die ersten, die hier ihre Spuren im Schnee hinterlassen haben“, erzählt Vater Simon.

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