Was 1994 aufgrund der Bekanntschaft von Sloughi Züchter und dem Mitbegründer des Deutschen Windhund-Zucht und Rennverbandes (DWZRV), Eckhard Schritt, zum Fürstenhaus Donaueschingen und dort zu Heinrich Erbprinz zu Fürstenberg mit 409 Meldungen begann, hat sich inzwischen zu einem ausgewachsenen Festival gemausert.

Die Windhundtage aus der Vogelperspektive. Das Coursing (Lauf hinter einer Hasenattrappe) wurde aufgrund der Hitze abgesagt.
Die Windhundtage aus der Vogelperspektive. Das Coursing (Lauf hinter einer Hasenattrappe) wurde aufgrund der Hitze abgesagt. | Bild: Rolf Wetzel

25 Jahre ist es her, dass die 15 Frauen vom DWZRV noch selbst die Kuchen backten und die Gäste versorgten. Alles war noch heimeliger und überschaubarer, wenngleich das Team in etwa die gleiche Größe wie heute hatte, erinnern sich Angelika Heydrich und Olaf Knauber, die seit der ersten Stunde mit dabei sind.

Mitbegründer Eckard Schritt aus Wiesbaden mit Moderatorin Gabi Popov.
Mitbegründer Eckard Schritt aus Wiesbaden mit Moderatorin Gabi Popov. | Bild: Rolf Wetzel

Das tolle Ambiente des Schlossparks und die Beliebtheit des Hundesports zog jährlich mehr Besucher und Aussteller an, so waren es 2010 bereits über 1000 Meldungen und 2018 ein weiterer Rekord von exakt 1609 Meldungen von Windhunden. Die Besitzer reisen mit den Tieren aus 25 Nationen an. Die kommen aus allen Teilen der Welt. Die weiteste Anreise hatten Teilnehmer aus Australien, Amerika und Russland. So ist es nicht verwunderlich, daß die meisten Hotels und Pensionen frühzeitig zum Windhund-Festival ausgebucht sind.

Trotz des heißen Wetters kommen zahlreiche Hundebesitzer mit ihren Tieren nach Donaueschingen. 2018 haben sich 1609 Teilnehmer für die Veranstaltung gemeldet: bisheriger Rekord in der Geschichte der Windhundtage. <em>Bilder: Rolf Wetzel</em>
Trotz des heißen Wetters kommen zahlreiche Hundebesitzer mit ihren Tieren nach Donaueschingen. 2018 haben sich 1609 Teilnehmer für die Veranstaltung gemeldet: bisheriger Rekord in der Geschichte der Windhundtage. Bilder: Rolf Wetzel | Bild: Rolf Wetzel

Im Vorfeld wurde die Veranstaltung aufgrund der Hitze entsprechend abgestimmt und so kam es dadurch auch zu keinen Problemen bei den Hunden, so Tierarzt Uwe Romberger, der die Veranstaltung betreut. Die Vorführungen wurden zeitlich begrenzt und das Coursing (Lauf hinter einer Hasenattrappe) abgesagt. Behandlungen beschränkten sich auf kleinere Verletzungen, etwa durch Zelthäringen oder Wespenstiche.

Der beste Junghund der Rasse Afghane: Muti Ebn Jaysito von Haussman.
Der beste Junghund der Rasse Afghane: Muti Ebn Jaysito von Haussman. | Bild: Rolf Wetzel

Lobend sei auch der für das CHI aufgebaute Wassergraben erwähnt, der von den Tieren gerne als Schwimmbecken benutzt wurde. Fazit: Ein überaus entspannt verlaufenes Windhundfestival mit großartigen Tieren, interessanten Verkaufsstände und einer angenehmen Stimmung trotz 30 Gard Celsius im Schatten.

Tierarzt Uwe Romberger (links) behandelt einen Wespenstich bei einer Hündin der Rasse Whippet.
Tierarzt Uwe Romberger (links) behandelt einen Wespenstich bei einer Hündin der Rasse Whippet. | Bild: Rolf Wetzel