Donaueschingen – Der Donaueschinger Julian Kramer wird ab August mit Unterstützung eines Stipendiums des Parlamentarischen Patenschaftsprogramms (PPP) ein Austauschjahr in den USA verbringen. Das berichten die Kaufmännischen und Hauswirtschaftlichen Schulen Donaueschingen in einer Pressemitteilung.

„Ich kann mich glücklich schätzen, dass ich von einer so tollen Gastfamilie ausgewählt wurde“, zeigt sich der leidenschaftliche Football-Spieler der Schwenninger Neckar Hammers begeistert von dem ersten Kontakt mit seinen zukünftigen Gasteltern aus Hampton in Virginia. Hampton, eine Stadt mit 140 000 Einwohnern, liegt auf einer Halbinsel in der Chesapeake Bay an der amerikanischen Ostküste. Die Fahrzeit von dort aus bis in die US-Hauptstadt Washington D.C. beträgt mit dem Auto etwa drei Stunden.

„Nach meiner Ankunft möchte ich schnell neue Freunde in der Schule finden“, beschreibt der kommunikative Elftklässler der KHS Donaueschingen erste Ziele und fügt mit einem Lächeln hinzu, dass er sich sämtliche Bedenken für den Hinflug aufgehoben habe. Mit der Nominierung Julian Kramers geht auch die Ernennung zum Junior-Botschafter einher. Die damit verbundene Verantwortung bezeichnet Julian Kramer, der sich nach dem Besuch der Realschule für das Wirtschaftsgymnasium mit dem Profil Internationale Wirtschaft an den Kaufmännischen und Hauswirtschaftlichen Schulen entschieden hat, als „Ehre und Herausforderung zugleich“.

Auf das Stipendium aufmerksam gemacht wurde Julian Kramer von seinem älteren Bruder Niklas, der die gleiche Schulart an der KHS besucht und zum Abiturjahrgang 2019 zählt. „Ich habe vom Sommer 2015 an für zehn Monate mit Unterstützung des PPP auf einer Farm bei Paola im Bundestaat Kansas gelebt. Damals habe ich viel von Amerika sehen dürfen“, zeigt sich Niklas Kramer auch heute noch begeistert von den zahlreichen Erfahrungen. Besonders imposant fand er sowohl Washington als auch eine Reise durch den Bundestaat South Dakota, wo ihm die Unterschiede zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten besonders deutlich geworden sind.

Bezogen auf das Schulsystem beider Länder hebt Niklas Kramer hervor, dass in den USA beispielsweise die aktuelle Tagespolitik ein Wahlfach gewesen sei, das er sehr geschätzt habe. Den größten Unterschied zwischen beiden Systemen sieht er in der Zeit, die die Schüler in den Vereinigten Staaten an ihren Schulen verbringen. Niklas Kramer fasst seine Eindrücke wie folgt zusammen: „In den USA ist die Schule das Zentrum des sozialen Lebens. Sämtliche kulturellen und sportlichen Aktivitäten finden dort statt.“ Genau darauf freut sich auch Niklas jüngerer Bruder Julian, der während seines Auslandsaufenthalts nicht nur viele Reisen unternehmen, sondern auch neue Sportarten kennenlernen möchte. Nach seiner Rückkehr im kommenden Jahr wird Julian Kramer dann die zwölfte Klasse des Donaueschinger Wirtschaftsgymnasiums besuchen.