Mit einer umfangreichen Tagesordnung stellte der Pfarrgemeinderat der katholischen Seelsorgeeinheit Donaueschingen in seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause im Mariensaal die Weichen für die Arbeit im bevorstehenden Herbst.

  • Pastoralkonzeption: Eine große Aufgabe wurde mit dem Beschluss zur Pastoralkonzeption für die Seelsorgeeinheit Donaueschingen auf den Weg gebracht. Sie ist die künftige Grundlage für die pastorale Arbeit von haupt- und ehrenamtlich Mitbeitern in den Gemeinden und der gesamten Seelsorgeeinheit. Unter dem Titel "Gott ist die Quelle des Lebens" (Psalm 36,10) wird die aktuelle Situation dargestellt, werden Perspektiven und Ziele für die einzelnen Arbeitsfelder wie Liturgie, Sakramente, die Weitergabe des Glaubens, Kirchenmusik, Caritas, Ökumene, Kindergärten, Strukturfragen und Öffentlichkeitsarbeit bis zur Gebäudekonzeption beschrieben.

Mit einem einstimmigen Beschluss (bei zwei Enthaltungen) geht das 25-seitige Papier jetzt in die Gemeinden, bevor es wieder im Pfarrgemeinderat vorgelegt wird und hier alle zwei Jahre überarbeitet und an die aktuelle Situation in der Seelsorgeeinheit angepasst werden soll. Die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Marga Konn dankte allen, die an diesem Papier mitgearbeitet haben. Auf der Homepage der Seelsorgeeinheit wird es allen Interessierten zugänglich gemacht.

  • Finanzen: Für den Stiftungsrat stellte Matthias Wullich den Rechnungsabschluss 2016/17 vor. Wohl aufgrund nicht ausgeführter Bauvorhaben konnte anders als geplant ein Überschuss von exakt 31 973,48 Euro erzielt werden.

Mit dem einstimmigen Beschluss (drei Enthaltungen) geht der Überschuss zu gleichen Teilen in die Bausubstanzerhaltungsrücklage und in die allgemeine Rücklage. Die Bilanzsumme beläuft sich auf 4,96 Millionen Euro.

Das Gebäudekonzept, informierte Pfarrer Erich Loks, steht vor dem Abschluss. In der nächsten Pfarrgemeinderatssitzung am 17. Oktober soll es vorgestellt werden. Ziel ist, den Sanierungsbedarf festzustellen und im Blick auf die demographische Entwicklung und künftige Kirchensteuereinnahmen den Gebäudebestand an den Bedarf anzupassen.

14 Kirchen müssen in der Seelsorgeeinheit Donaueschingen unterhalten werden. Allein für die Pfarrkirchen St. Johann in Donaueschingen und St. Hilarius in Heidenhofen belaufen sich die Renovierungskosten auf jeweils über 600 000 Euro.

  • Weitere Themen: Grundsätzlich wünschte man sich von Seiten der Ehrenamtlichen, die jeweiligen Zuständigkeiten von Pfarrgemeinderat und Stiftungsrat einmal im Gremium zu erläutern. Auf Anregung aus dem Liturgieausschuss soll das Gottesdienstangebot in Donaueschingen noch einmal diskutiert werden.

Sorge bereitet die Personalsituation in den katholischen Kindertagesstätten, in denen derzeit 373 Kinder betreut werden. Für diese Arbeit wendet die Seelsorgeeinheit jährlich 109 000 Euro aus Kirchensteuermitteln auf. Petra Würges wurde für den Bereich Caritas und Soziales in das Gemeindeteam Heilige Dreifaltigkeit berufen. Anne Rosel Schwarz wird künftig im Gemeindeteam Wolterdingen mitarbeiten.