Ausgerechnet am ersten Maiwochenende, an dem Donaueschingen sein Frühlingsfest feierte, hat sich der Frühling eine Auszeit genommen. Dennoch spazierten am Sonntagnachmittag bei vier Grad Kälte bemerkenswert viele Menschen durch die Donaueschinger Innenstadt, um sich beim Automobilsalon die neuesten Modelle anzuschauen und in den geöffneten Geschäften shoppen zu gehen.

Mit den Händen in den Taschen: Aufgrund der kalten Temperaturen hielt sich der Andrang beim Donaueschinger Frühlingsfest mit Verkaufssonntag und Autosalon in Grenzen.
Mit den Händen in den Taschen: Aufgrund der kalten Temperaturen hielt sich der Andrang beim Donaueschinger Frühlingsfest mit Verkaufssonntag und Autosalon in Grenzen. | Bild: Lutz Rademacher

„Sonst schieben sich die Leute durch die Straße“, bemerkte einer der Aussteller, wusste dem geringeren Zulauf aber auch Gutes abzugewinnen. „Jetzt haben sie wenigstens die Ruhe, sich alles anzuschauen.“ Dicht umringt waren allerdings hauptsächlich die Stände, an denen es etwas Warmes zu essen gab. Und manch einer verzog sich in die Geschäfte oder in ein Café.

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Dick verpackt präsentierte sich die Schülerhilfe.
Dick verpackt präsentierte sich die Schülerhilfe. | Bild: Lutz Rademacher

Reichliche Diskussionen im Gemeinderat hatte es im Vorfeld der Veranstaltung gegeben, die seit vielen Jahren den Automobilsalon und einen verkaufsoffenen Sonntag kombiniert. Denn Geschäfte dürfen sonntags nicht ohne Grund öffnen, sondern es muss eine Veranstaltung geben, wegen der die Besucher hauptsächlich in die Stadt kommen. Die Veranstaltung wurde als Frühlingsfest weiter ausgebaut und lief erstmals unter der Regie von Kai Sauser und seiner Eventagentur. Das neue Konzept kombiniert die Veranstaltung mit der Rock‘n‘Roll City-Jamboree am Vortag. Neben Autohäusern und Einzelhandel ist ab sofort auch die Gastronomie mit einbezogen. Die vorgesehene musikalische Umrahmung musste allerdings leider aufgrund des Wetters abgesagt werden.

Alisa und Sabine Dißler wärmen ihre Hände am „Pellets Out Door Fire“.
Alisa und Sabine Dißler wärmen ihre Hände am „Pellets Out Door Fire“. | Bild: Lutz Rademacher

Auch außerhalb der Innenstadt wurde Frühlingsfest gefeiert. Die Raiffeisen-Zentralgenossenschaft in der Güterstraße war ebenfalls geöffnet und lockte mit einem Würstchenstand und verschiedenen anderen Angeboten wie Wein oder Sekt. Auch der Real-Einkaufsmarkt in Allmendshofen öffnete seine Pforten. Ein dort als zusätzliche Attraktion stationierter Flohmarkt lockte bereits am Vormittag viele Gäste an, obwohl nur neun Stände aufgebaut waren. Die Händler waren mit dem Zulauf und dem Absatz weitgehend zufrieden. „Bis auf die, die ohnehin alles umsonst wollen, aber die gibt es immer“, meinte eine Verkäuferin.

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