Elisabeth Kronschnabl ist am Sonntag, 2. Juni, im Alter von 98 Jahren verstorben. Sie hat sich mit einem vielfältigen Engagement in der Stadt einen Namen gemacht, was zahlreiche Auszeichnungen zeigen: Bronzene Stadtmedaille, Landesehrennadel, Caritas-Ehrennadel und schließlich im Januar 2001 das Bundesverdienstkreuz. Kronschnabl wurde als Tochter einer Chinesin und eines deutschen Arztes in Chongking geboren und verließ China erst 1938 fürs Abitur. Sie studierte Medizin und kam 1965 mit ihrem Mann nach Donaueschingen. Dort war sie viele Jahre Vorsitzende der Katholischen Frauengemeinschaft, zuletzt ältestes Mitglied im Dekanat.

1969 organisierte sie die ersten Altennachmittage oder Geselligen Arbeitsrunden. Sie gründete eine Seniorengymnastik und lud zu Halbtagsfahrten ein. Mit ihrer stets freundlichen Art konnte sie viele Mitstreiterinnen gewinnen und wirkte selbst bei der Caritas, bei „Essen auf Rädern“ oder der „Brücke nach Peru“ mit. Sie gehörte zu jenen, die das Altenheim Sankt Michael auf den Weg brachten. Mit 85 war sie noch älteste Vorsitzende (Altenverein) der Stadt.

2017 verließ sie aus familiären Gründen Donaueschingen und wechselte in ein Heim nach Neuenburg, um näher bei ihrem dort lebenden Sohn Christoph zu sein.

Die Trauerfeier mit Urnenbeisetzung findet am Dienstag, 18. Juni, um 14 Uhr in der kleinen Kapelle des Karlsruher Hauptfriedhofs statt.