Die Stadt geht mit ihrer neuen Marketingstrategie weitere Schritte und präsentiert heute beim Festakt zum 25. Kreisstadt-Jubiläum das neue Logo für Donaueschingen. "Über Jahre haben wir das aktuelle benutzt. Heute wird es verändert", sagt Oberbürgermeister Erik Pauly.

Der Kreis mit einem kleinen Schwung an der rechten unteren Hälfte entstammt aus der Feder des renommierten Hüfinger Künstlers Emil Kiess. Es zeigt das Rund der Donauquelle mit dem Abfluss und fußt dabei auf dem Tourismuskonzept, das 2016 vom Gemeinderat verabschiedet wurde. Im Mittelpunkt steht die Stadt als Ursprung des europäischen Stroms. "Bei der Arbeit mit dem Logo stand das Motiv der Quelle im Fokus. Die Grundidee dahinter ist, dass der Ursprung mehr ist, als eine bloße Quelle. Damit kommt der Kulturraum Donau zum Ausdruck", erklärt der Künstler.

Das neue Logo der Stadt. <em>Bild: Guy Simon</em>
Das neue Logo der Stadt. Bild: Guy Simon | Bild: Simon, Guy
  • Marke im Logo: "Das Logo steht stellvertretend für den Markenauftritt der Stadt und ist eine große Chance in der Außenwahrnehmung, eine Ausstrahlung zu vermitteln, die es so bisher noch nicht gab", sagt Andreas Haller, Leiter des Tourismus- und Marketingamtes. Wichtig sei immer gewesen, dass das Logo auch den Kern des neuen Konzeptes enthalte. Der sogenannte Markenkompass nennt da etwa den Wert Weltoffenheit.
  • Schrittweise Einführung: Die Einführung des neuen Zeichens soll sich nun nach und nach vollziehen. Neben den Schriftstücken kommt es auch auf Einrichtungen, der entstehenden neuen Homepage und Fahrzeugen der Stadt. Wo Email- und Briefköpfe leichter umgestellt werden können, braucht es für die anderen Bereiche etwas Zeit. "Eine Umstellung kostet Zeit und Geld. Dafür gibt es eine Übergangsfrist bis Ende des Jahres", sagt Tobias Butsch, Amtsleiter für Steuerung und Finanzen. Zudem lasse man auch absichtlich ein Haushaltsjahr verstreichen, um den Ämtern die Möglichkeit zu geben, dafür Mittel einstellen zu lassen.
  • Schlicht heißt nicht einfach: Über einen Zeitraum von mehreren Monaten haben sich Emil Kiess und Grafiker Holger von Briel mit der Gestaltung auseinandergesetzt. Dem Gemeinderat wurde es präsentiert und in etlichen Treffen immer wieder Korrekturen vorgenommen. Wer denkt, solch ein Zeichen sei schnell und einfach gemacht, der irrt: "Es gab so viele Vorarbeiten, wir könnten daraus eine ganze Ausstellung über die Entstehung machen", sagt Kiess. Er ergänzt: "Eine einfache Form zu finden, ist sehr schwierig." Als erfolgreiche Beispiele nannte er etwa das Logo der Deutschen Bank oder den Mercedes-Stern. Symbole, die einfach sind, aber auf der ganzen Welt erkannt werden. "Eine weitere Steigerung der Einfachheit wäre wohl ein Kreis gewesen", sagt Holger von Briel. Er sei sehr zufrieden mit dem Ergebnis und den damit verbundene Arbeiten: "Die Entwicklung hatte immer mit einer Reduzierung zu tun."
  • Verwendung ist geregelt: Die Verwendung des Donauquellen-Rundes wird detailliert in einem Markenhandbuch festgeschrieben. Dort steht etwa, in welcher Farbgebung und Größe eine Nutzung erlaubt ist. "Damit wollen wir einen einheitlichen Auftritt gewährleisten", so Tobias Butsch. Zudem wolle man jene Einrichtungen, die bisher lediglich mit einem eigenen Logo auftreten, ebenfalls mit dem neuen versehen: "Das ist etwa bei Kindertageseinrichtungen oft der Fall. Wir wollen damit zeigen, dass wir als Gesamtstadt eins sind", erklärt er weiter.
  • Bewusst in der Einladung: Das Logo habe man ürbigens bereits im Vorfeld der offiziellen Präsentation beim heutigen Festakt für die schriftlichen Einladungen freigegeben: "Wir haben da ganz bewusst gesagt, dass wir es hierfür benutzen wollen", so der Oberbürgermeister. Vom Logo ist das Stadtoberhaupt überzeugt: "In seiner Schlichtheit spricht es für sich. Es besitzt eine klare, schnörkellose Form."