Natürlich will eine Stadt große Betriebe anlocken, die entsprechend auch Geld in die Kassen spülen. Gleichzeitig ist es auch das Ziel, möglichst für Touristen attraktiv zu sein. Auch sie bringen Finanzkraft.

Übernachtungen auf neuem Hoch

Entsprechend froh sind Oberbürgermeister Erik Pauly und Tourismusamt-Leiter Andreas Haller über die Zahlen aus dem Jahresbericht für 2018. Im vergangenen Jahr konnte bei den Übernachtungen ein Rekordwert erreicht werden: 177 051 Übernachtungen aus dem Inland sorgen für diese Spitzenbilanz. Noch 2017 und 2017 lag dieser Wert bei rund 172 000. "Für uns ist entscheidend, dass wir den Wert nicht nur halten, sondern auch steigern wollen", so Pauly. Wesentlicher Faktor haben daran auch die Hotels in der Region, die kräftig investieren. So etwa der Öschberghof bei Aasen.

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Viele Investitionen

"Wir sind froh, dass sich hier etwas tut und flächendecken weitere Angebote geschaffen werden", sagt Haller. In der Hauptsaison im Sommer, habe man viele Gäste wieder wegschicken müssen. Und das allein aus dem Grund, weil sämtliche Hotelzimmer bereits ausgebucht waren. "Man bemerkt das steigende Interesse an unserer Stadt", so Haller. Besonders der Inlandstourismus sei ein aufsteigender Ast: "Immer mehr besinnen sich darauf, das Heimatland als Urlaubsziel zu wählen." Bereits ab Mai ist in Donaueschingen ein Ansprung der Zahlen zu bemerken. Dann geht es nach oben. "Auch der September war so gut wie nie zuvor", sagt Haller. Positiv wirke sich auch die zentrale Lage aus. Schnell sei man in Stuttgart, im Schwarzwald, Freiburg.

Wie wird der Bedarf nun gedeckt?

Zahlreiche Hotels und Ferienwohnungen arbeiten daran, ihre Infrastruktur auszubauen. "Die Hotellerie, besonders im mittelklassigen Bereich hat noch Potenzial zur Erweiterung", sagt der Tourismuschef. Außerdem arbeite man bereits an mehreren Punkten, wo die Attraktivität der Stadt für Touristen weiter gesteigert werden soll.

Neuer Markenauftritt

"Da ist der neue Markenauftritt zentral. Mit dem neuen Stadtlogo, diversen Maßnahmen, darunter neue Broschüren und eine Anpassung des Online-Auftrittes der Stadt. Der soll zukünftig besser auf mobile Endgeräte abgestimmt werden: "2018 hatten wir erstmals mehr als 50 Prozent der Nutzer, die entsprechend die Webseite benutzt haben", sagt Haller. Auch das Online-Buchungssystem werde weiter ausgebaut. Etwa ein Drittel der Donaueschinger Gastgeber sei dort bereits direkt buchbar, die Mehrzahl per Anfrage erreichbar. "Ein wichtiger Schritt in Richtung der digitalen Sichtbarkeit."

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Enorme Werbeplattform

Neben dem umfangreichen Veranstaltungsangebot in der Stadt profitiere man auch von Angeboten wie der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Donau oder der Initiative Junge Donau. Man erreiche dadurch entlang der Donau eine enorme Breitenwirkung: "Das geht etwa über Werbung auf dem Wiener Stephansplatz. Dort geht man von einer Sichtbarkeit für bis zu zwei Millionen Leute aus", so Haller.

Einiges geplant

Auch für das laufende Jahr sei wieder einiges geplant: Neben Veranstaltungen, wie etwa den Stadtgeschichten im April, gebe es auch wieder ein Donauquellfest, das mittlerweile in dritter Auflage kommt. Im August steht das Reitturnier an, bei dem die Europa-Meisterschaften ausgetragen werden. Zudem arbeitet der Arbeitskreis Stadtmarketing an weiteren Projekten, wie etwa der Schaffung eines City-Managements oder einem verkaufsoffenen Sonntag in Donaueschingen.