„Zukunftswerkstatt Pfohren“ ist das ambitionierte Vorhaben der Ortsverwaltung, unter Einbezug von Vorstellungen und Ideen aus der Bevölkerung das Leben im ersten Ort an der jungen Donau nachhaltig attraktiv zu gestalten. Die Werkstatt basiert auf reichlich bürgerschaftlichem Engagement und erweist sich in ihrem Ergebnis als ein Ideenpool, der sich in kurzfristige, mittelfristige und langfristige Maßnahmen einteilen lässt.

Ortsvorsteher Gerhard Feucht (rechts) diskutiert mit Bürgern, hier Ferdinand Wolf.
Ortsvorsteher Gerhard Feucht (rechts) diskutiert mit Bürgern, hier Ferdinand Wolf.

Die Zukunftswerkstatt ist der Initiative von Ortsvorsteher Gerhard Feucht zu verdanken, der sich von Beginn an dafür stark machte, das während des Jubiläumsjahrs aufgebrachte bürgerschaftliche Engagement und den sich daraus ergebenden Schwung in die Planungen einer zukünftigen Entwicklung eines lebenswerten Pfohren einzubeziehen. Jetzt sah sich Feucht in seinem Vorhaben bestätigt, als sich 42 Bürgerinnen und Bürgern auch von hochsommerlichen Temperaturen nicht davon abhalten ließen, an der zukünftigen Entwicklung von Pfohren mitzuwirken.

Intensiv diskutieren die Teilnehmer in den Gruppen ihre Ideen zu den Themenbereichen.
Intensiv diskutieren die Teilnehmer in den Gruppen ihre Ideen zu den Themenbereichen.

Feucht hatte für die Moderation den in Pfohren lebenden Bernhard Oberer gewonnen, was ein erster Fingerzeig auf die stärkere Einbindung der Bürger in die Zukunftsplanungen eines lebenswerten Pfohren war. Aufgegliedert in Bildung, Versorgung, Wohnen und Bauen, Mobilität und Infrastruktur, Vereine und Freizeit, Gewerbe und Arbeiten und Sonstiges beurteilten die Teilnehmer alle Themenbereiche auf Grundlage zweier Aspekte. Wie soll sich das Dorf in den einzelnen Kategorien weiter entwickeln und welche Anliegen sind den Bürgerinnen und Bürgern besonders wichtig?

„Eines meiner Ziele ist es, Pfohren zu einer Bürgerkommune zu entwickeln, in der sich die Bewohner wohl fühlen und ihre Meinungen und Vorschläge wiederfinden“, freute sich Ortsvorsteher Gerhard Feucht über die Resonanz: „Es ist ein repräsentativer Querschnitt durch alle Bevölkerungsgruppen vertreten“. Die Entwicklung soll nicht nur der Ortschaftsrat bestimmen, sondern sich in viel stärkerem Maße auch an den Ergebnissen aus den Diskussionen innerhalb der Bevölkerung orientieren.

Aufmerksam verfolgen 42 Mitwirkende die Erläuterungen zur Zukunftswerkstatt Pfohren, die in dieser Woche ihren Anfang genommen hat.
Aufmerksam verfolgen 42 Mitwirkende die Erläuterungen zur Zukunftswerkstatt Pfohren, die in dieser Woche ihren Anfang genommen hat.

In mehrere Gruppen beschäftigten sich die Anwesenden im Wechsel von ungefähr zehn Minuten mit allen Themenbereichen, brachten Ideen vor und hielten sie auf Pinnwänden schriftlich fest. Nun ist der Ortschaftsrat gefordert, die Fülle an Ideen und Vorschlägen, die aus der zwei Stunden dauernden Zukunftswerkstatt hervorgingen, zu sichten, nach Priorität einzuordnen und umzusetzen. Damit der Rat sich nicht in jedem Fall alleine entscheiden muss, ist die Gründung von Arbeitsgruppen geplant, die der gesamten Bevölkerung zur Mitwirkung offen stehen.

Die Ideen spannten sich von der Ganztagsbetreuung für Kleinkinder bis zur Bildung von Fahrgemeinschaften in entfernt liegende Arbeitsorte, von der Anstellung eines professionellen Sicherheitsbeauftragten bis hin zu einer besseren Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Einige Ideen mögen fantastisch klingen, doch sie lösten einen Diskussionsprozess innerhalb den Teilnehmer aus und förderten so die Kommunikation untereinander. Das Feedback der Teilnehmer zu Ablauf und Inhalt der Veranstaltung fiel rundherum positiv aus. Die neue Ortschaftsrätin Susanne Fesenmeier applaudierte: „Ich habe für den Ortschaftsrat kandidiert, weil ich mithelfen möchte, ein lebendiges und attraktives Pfohren zu gestalten. Diese Veranstaltung entsprach meinen Vorstellungen.“ Ortschaftsrätin Tamara Fricker sah es ähnlich und war begeistert von der Vielzahl an Vorschlägen, die der Verwaltung die Basis für ein erfolgreiches Wirken im Sinne der Bürger bietet.

„Wir haben maximal mit 25 Teilnehmern kalkuliert. Dass so viele an der Zukunft des Ortes mitarbeiten, ist ein Hinweis darauf, dass die Bevölkerung gerne in Pfohren lebt“, ergänzte Margit Hirt.