Jung, frisch, pfiffig: Wie neu geboren präsentiert sich der Wolterdinger Narrenverein Immerfroh nach 150 Jahren bei seinem Bunten Abend.

Das Programm überzeugte mit viel Ideenreichtum und super Stimmung. Es war eine gute Mischung aus Witz, Tanz, Show und Musik. Dieser Abend gilt seit Jahrzehnten als Galaveranstaltung der Hallenfasnet in Wolterdingen. Leicht verdauliche Kost, die die Lachmuskeln ordentlich strapazierte, servierte diese Auflage ihren Gästen. Um die 70 Akteure sorgten für einen schwungvollen und humorigen Abend. Das Publikum in der voll besetzten Halle belohnte die „Immerfroh“-Gastgeber mit viel Applaus und guten Noten.

Auch Ortsvorsteher Reinhard Müller war sehr angetan von den Darbietungen. „So stellt man sich eine solche Veranstaltung vor. Dieser Bunte Abend war einer der Besten in den vergangenen Jahren. Doch der Höhepunkt war ohne Frage die Ansagerin Jasmina Schrenk“, sagte er anerkennend.

Und damit hat der Ortschef wohl recht. Jasmina Schrenk, bei der Immerfroh-Garde aktiv, könnte wohl einen Saal als Alleinunterhalterin in Wallung bringen. Sie zeigte ihr Talent mit „Telefon-Verarsche“ von Wolterdinger Bürgern, was schon im Vorfeld der Veranstaltung geschah. Die Gespräche hat sie natürlich aufgezeichnet und das Saalpublikum konnte so mithören. Zum Schluss räumte sie zwar ein, dass ihr Vater Bernhard diese Idee hatte. Doch sie war ein talentiertes ausführendes Organ.

Die Gardemädchen eröffneten den beschwingten Narrenabend. Der Hexenbrauchtumstanz, sowie der Wickie-Tanz der kleinen Hexen, bekam genau so viel Applaus wie der lustige Show-Boxkampf zwischen Christoph Baier und Johannes Scherer. Die Junghexen Miriam Zureck und Finn Ruf schlugen sich mit Matheaufgaben herum und mit diversen Sprachfehlern setzten sich Daniela Stobbe, Karolin Baier, Tobias Ringwald, Armin Strobel, Holger Zureck, Edgar Schwörer und Mirka Ruf, auseinander.

Mit ihrem Tanz nach Bollywood erfreuten die Gardemädchen, Holger Zureck und Armin Strobel tanzten zu „Wugudugu“ und Heike Greuter, Elke Fesenmeyer, Andrea Kammerer, Steffi Zier und Marlene Schaller hatten eins an der Klatsche.

Viel Beifall bekam ebenfalls die Hexen-Showtanz-Gruppe als Mumientänzer. Dieses Jahr mit Heiko Brunner an der Spitze. Auch nach dem Programm ging es mit „Schwarzwald-Sound“ noch bis in die Morgenstunden lustig zu.