Größter Wunsch von Heidenhofen, dem mit 260 Einwohnern kleinsten Ortsteil von Donaueschingen, ist die Neugestaltung des Kirchenvorplatzes. So war dies auch das zentrale Thema beim ersten offiziellen Besuch von Landrat Sven Hinterseh.

Der Heidenhofener Kirchenvorplatz rund um die alte Linde soll umgestaltet werden. Bild: Lutz Rademacher
Der Heidenhofener Kirchenvorplatz rund um die alte Linde soll umgestaltet werden. | Bild: Lutz Rademacher

Heidenhofen blickt auf über 1250 Jahre Geschichte zurück und wurde als Straßendorf an drei Straßen entlang gebaut. Den Ortskern bildet der Bereich um die Kirche aus dem 16. Jahrhundert mit Pfarrhaus, Rathaus, Feuerwehr und Gemeinschaftshaus. Vor der Kirche steht eine Linde, die mit einem Alter von 400 Jahren laut Ortsvorsteher Reinhard Merkle die älteste im Landkreis ist.

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Im Jahr 2016 stimmte der Ortschaftsrat einem vom Planer Wolfgang Karrer erstellten ELR-Konzept zu. Danach wurde mit Zukunftsplanungen begonnen. Zentraler Entwurfsgedanke ist die Schaffung einer neuen Dorfmitte vor der Kirche. Vor der Kirche soll ein Platz entstehen, der die öffentliche Fläche, die Einmündung der Kreuzstrasse in die Kreisstraße 5704 sowie angrenzende Hofflächen mit einbezieht. Die Kirchenmauer soll im Bereich der Linde geöffnet werden, im Halbkreis um die Linde soll ein behindertengerechter Zugang entstehen.

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Die Linde steht dann frei und durch die Maueröffnung wird eine Sichtverbindung zum Backhäusleplatz und damit eine visuelle Verknüpfung geschaffen. Die Pflasterung der Kreuzstraße markiert einen neuen Dorfmittelpunkt und sorgt auch durch die Abtrennung zur Landstraße für eine Verkehrsberuhigung. Durch die Verschmälerung der Fahrbahnbreite im Kreuzungsbereich zugunsten von breiteren Gehwegen wird dieser Effekt noch verstärkt. Die Kosten belaufen sich auf 360 000 Euro.

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Die Stadt Donaueschingen wird für dieses Projekt als einzige städtische Maßnahme ELR-Mittel für 2020 beantragen. Landrat Hinterseh zeigte sich begeistert. Er hoffe, dass dieses tolle Projekt als Wohnumfeldmaßnahme möglichst hoch priorisiert werde. Dies liege aber nicht alleine in seiner Hand, entschieden werde in Stuttgart, so der Kreischef. Diese Entscheidung falle aber realistisch gesehen nicht vor März oder April.