Die Kehrmaschine ist ein nützliches Gefährt. Wer würde dieser Aussage widersprechen? Sie hält die Stadt sauber, ist nach allen Open-Air-Festivitäten im Jahreskalender zuverlässig zur Stelle und verhindert im monotonen Dienst am Straßenrand, dass eingespülter Dreck die Kanäle verstopft oder Sand die Oberflächen der Rohre abschmirgelt. Auch in Notfällen ist die Kehrmaschine Tag und Nacht im Einsatz, wenn sie etwa nach Unfällen von der Straße Ölrückstände oder den halben Straßengraben aufnimmt.

Aber was sind denn die gängigen Gegenstände, die im gefräßigen Schlund des Saugrohrs verschwinden? Armin Börnert, nennt hier als Erstes Schlüssel. Aber auch Auspuffteile aller Art verschwinden im Bauch des im Schritttempo zuckelnden Gefährts. „Da hätte man schon ganze Auspuffanlagen wieder zusammenbauen können“, lacht der Leiter der Technischen Dienste (TD). Doch fehlen Zeit, Bauplan und Komplettsatz.

Wo große Teile auf der Straße liegen, müssen die Fahrer aussteigen, um sie zu bergen. Mit Hundekot und seiner unangenehmen Geruchsentfaltung haben sie weniger zu tun. „Das betrifft eher unsere Gärtner“, erläutert Börnert. Was nicht fehlt sind jede Menge Glasscherben. Wie Steine jeder Größe werden sie eingesaugt und ins Absatzbecken auf dem TD-Gelände geschüttet. 500 bis 600 Tonnen Unrat können dort lagern und werden mittels Ölabscheider getrocknet und vorgereinigt.

Entsorgt wird der Müll nicht in Donaueschingen. Nach einer bundesweiten Ausschreibung wird der Donaueschinger Müll zu einem Wiederaufbereitungsbetrieb in Sachsen kutschiert. Was wegen der vielen Kilometer umweltfeindlich klingt, macht bei näherer Betrachtung Sinn. In dem Betrieb können auch winzige Glasscherben mechanisch ausgesiebt werden.

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