Bis zuletzt hat sich Georg Mayer in seinem Haus in Hubertshofen selbst versorgt, nachdem seine Frau Inge vor knapp drei Jahren verstorben war. Bis zuletzt kümmerte er sich mit Sohn Hans-Jörg um sein Jagdrevier und bis zuletzt ist er mithilfe seiner Tochter Heidi dem Imker-Hobby nachgegangen. „Er war auch mit über 80 fit und noch voller Tatkraft“, sagt die Tochter. Umso überraschender kam für die beiden Kinder und die vielen Freunde und Bekannten die Todesnachricht. Ende vergangener Woche ist Georg Mayer nur wenige Wochen vor seinem 84. Geburtstag gestorben. Die Trauerfeier mit Urnenbeisetzung findet am Donnerstag, 12. März, um 13.30 Uhr auf dem Hubertshofener Friedhof statt.

Als Förster trat er in die Fußstapfen seines Vaters

Mayer ist in Kreenheistetten, einem kleinen Ort nahe Meßkirch, geboren. Sein Beruf als Förster verschlug ihn als jungen Mann auf die Baar, wo er bis zu seiner Pensionierung als Forstamtmann beim Haus Fürstenberg angestellt war. Damit trat er in die Fußstapfen seines Vater – was Beruf und Arbeitgeber anbelangt.

Lokalpolitik bestimmte sein Leben

Über 35 Jahre lang war Mayer als Gemeinde- und Ortschaftsrat tätig. Von März 1968 war er bis 2004 ununterbrochen Mitglied des Hubertshofener Ortsparlaments. Zu Beginn seiner kommunalpolitischen Laufbahn war Hubertshofen noch selbstständige Gemeinde. Damals war Mayer stellvertretender Bürgermeister, nach der Eingemeindung bis 1980 stellvertretender Ortsvorsteher. Zu Beginn der 80er-Jahre kandidierte er obendrein auf der Liste der FDP/Freie Wähler für den Donaueschinger Gemeinderat. Mayer wurde gewählt und war bis 2003 die Stimme von Hubertshofen in diesem Gremium. Bei seinem Ausscheiden gab‘s zahlreiche lobende Worte. So betonte der damalige OB Bernhard Everke das „gesamtstädtische Denken“ Mayers. Er war es nämlich, der zusammen mit Alt-Baarblick-Wirt Adolf Albert dafür sorgte, dass sich mit Hubertshofen der erste der kurz zuvor eingemeindeten Stadtteile am seinerzeit neuen Donaueschinger Herbstfest beteiligte.

Auszeichnungen dokumentieren den Einsatz von Georg Mayer

Für seine Verdienste erhielt Mayer 1982 den kleinen und 1987 den großen Wappenteller. 1997 wurde er mit dem Wappenring der Stadt ausgezeichnet. Den habe er bei offiziellen Anlässen gerne und mit Stolz getragen, erinnert sich Tochter Heidi Mayer-Löhr. 1998 bekam der Vater die Ehrennadel in Gold des Gemeindetages und 2002 das Verdienstabzeichen in Gold des Städtetages Baden-Württemberg.

Habsecktanne wurde zur Georg-Mayer-Tanne umgetauft

Zum 75. Geburtstag wurde Mayer ein Geschenk gemacht, über das er sich sehr freute und das seine tiefe Verbundenheit mit seinem früheren Arbeitsplatz, dem Wald spiegelt: Eine der größten und ältesten Tannen im Hubertshofener Waldgebiet Habseck, die „Habsecktanne“, wurde zur „Georg-Mayer-Tanne“ umbenannt, inklusive einer geschnitzten Eichentafel, die an den Namensgeber erinnert. Die Mitglieder des Donaueschinger Gemeinderats haben gestern Abend zu Beginn ihrer Sitzung des Verstorbenen gedacht.