Der erste Schritt, die Trassenvorbereitung, wurde schon Ende Februar getan. Für die Verlegung der Leitung musste ein acht Meter breiter Grünstreifen freigelegt, etwa 1,5 Hektar Wald abgeholzt werden, vier Meter entlang der Straße sind dauerhaft vom Bewuchs freizuhalten, der Rest wird nach Bauende rekultiviert.

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Und seit dem 1. Juli kann man nun, wenn man die Donaueschinger Steig befährt, beobachten, dass die Erdbewegungen für die Abwasserdruckleitung von Wolterdingen nach Donaueschingen weiter gehen. In diesem Zuge wird auch Breitband verlegt. Jetzt trafen sich die Verantwortlichen, um sich vor Ort ein Bild von den laufenden Arbeiten zu machen.

Zufrieden blicken die Verantwortlichen Peter Maier, Jochen Cabanis, Volker Röhl, Bürgermeister Severin Graf, Oberbürgermeister Erik Pauly, Ortsvorsteher Reinhard Müller, Markus Greiner, Manfred Wagner, Georg Zoller und Martin Messner auf die laufenden Baumaßnahmen für die Abwasserdruckleitung von Wolterdingen nach Donaueschingen. Breitband wird dabei gleich mit verlegt.  Bilder: Anita Reichart
Zufrieden blicken die Verantwortlichen Peter Maier, Jochen Cabanis, Volker Röhl, Bürgermeister Severin Graf, Oberbürgermeister Erik Pauly, Ortsvorsteher Reinhard Müller, Markus Greiner, Manfred Wagner, Georg Zoller und Martin Messner auf die laufenden Baumaßnahmen für die Abwasserdruckleitung von Wolterdingen nach Donaueschingen. Breitband wird dabei gleich mit verlegt. Bild: Anita Reichart

Donaueschingens Oberbürgermeister Erik Pauly, Bürgermeister Severin Graf, Wolterdingens Ortsvorsteher Reinhard Müller, Stadtkämmerer Georg Zoller, Tiefbauchef Dirk Monin, OB-Referentin Beatrix Grüninger, Markus Greiner vom gleichnamigen Ingenieurebüro, Bauleiter Peter Maier, Volker Röhl sowie Jochen Cabanis vom Zweckverband Breitbandkabel und von der Firma Storz Bauleiter Vitali Krapp und Niederlassungsleiter Manfred Wagner: Alle sind froh, dass es so gut läuft. Markus Greiner zeigte sich sogar „begeistert“, was in der kurzen Zeit bewegt wurde.

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Oberbürgermeister Pauly ging nochmals auf die Beweggründe ein: Die Wolterdinger Kläranlage, die auch die Abwässer aus Mistelbrunn, Hubertshofen und Tannheim reinigt, entspricht nicht mehr dem heutigen Standard. Ein Umbau wäre wohl zu teuer. Ende 2020 läuft die wasserrechtliche Erlaubnis der Anlage aus. Das Bauvorhaben habe den Vorteil, dass in der großen gemeinsamen Kläranlage das Abwasser auch dieser Ortschaften mit gereinigt werden könne. Zudem stiegen die Anforderungen zunehmend, wie etwa die vierte Reinigungsstufe für die Verbandskläranlage, die ebenfalls anstehe. Der schöne Standortausblick am Eichbuck beflügelte wohl auch die Zunge: „Nach der Klärung kommt hinten quasi dann Trinkwasser raus“, schmunzelte Pauly.

Bis zum Wochenende soll der Graben am Straßenrand zwischen Wolterdingen und Donaueschingen am Waldparkplatz ankommen.
Bis zum Wochenende soll der Graben am Straßenrand zwischen Wolterdingen und Donaueschingen am Waldparkplatz ankommen. Bild: Anita Reichart

Ortsvorsteher Reinhard Müller zeigte sich dankbar, dass die Geschichte, mit der man sich schon seit 2008 beschäftige, nun läuft. Er könne sich eigentlich noch immer nicht recht vorstellen, dass Abwasser über den Berg geleitet werden könne. „Ich hoffe, dass wir den Rückstau nicht zurückbekommen und dass alles pünktlich fertig wird. Es geht ja sprichwörtlich um die Sch..., und die muss weg“, fügte er ebenfalls schmunzelnd an.

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Folgende Baumaßnahmen sind notwendig: Der Neubau einer Abwasserrückhaltung am bisherigen Wolterdinger Standort mit Pumpwerk sowie eben eine knapp sechs Kilometer lange Abwasserleitung. Das Abwasser wird über den Schellenberg in das Abwassernetz der Stadt und weiter zur Verbandskläranlage geleitet.

Aktueller Planungsstand ist, dass in diesem Jahr mit dem Neubau des Abwasserpumpwerkes begonnen wird, um dieses 2020 mit der elektronischen und hydraulischen Einrichtung zu versehen. Ebenfalls ist der Neubau einer Abwasserrückhaltung am bisherigen Standort vorgesehen. Details stehen noch nicht fest. Nach jetzigem Planungsstand könnte die Anlage termingerecht zum 1. Januar 2021 in Betrieb gehen.