Hubertshofen – Dass das Sensen nicht so einfach ist, wie es aussieht, konnten die Teilnehmer des Sensenkurses der Altersmannschaft der Freiwilligen Feuerwehr feststellen. Zahlreich strömten Interessierte in das Ago-Camp. Einige brachten auch ihre eigenen Sensen mit. Bunt gemischt war die Gruppe: Vom blutigen Anfänger bis zu alten Hasen, die ihre Erfahrungen gerne weitergeben, war alles dabei.

Helmut Scherzinger beherrscht noch die Kunst des Dengels des Sensenblatts und führt dies beim Sensenkurs vor. Bild: Christina Rademacher
Helmut Scherzinger beherrscht noch die Kunst des Dengels des Sensenblatts und führt dies beim Sensenkurs vor. Bild: Christina Rademacher

Initiator Emil Tritschler begrüßte die künftigen Sensenschwinger. Anlass für diesen Grundkurs war, dass die Teilnehmer beim traditionellen Wettsensen, das seit 18 Jahren im Sommer in Hubertshofen stattfindet, kontinuierlich weniger werden. Viele sind auch älter und schwingen mittlerweile die Sense nicht mehr mit der Leichtigkeit von früher. Mit dieser Aktion will man wieder junge Mäher gewinnen, so Tritschler. Beim Wettsensen muss man eine Fläche von sieben Metern sensen. Gewertet werden neben der Schnelligkeit auch die Breite und die Sauberkeit. Das diesjährige Wettmähen findet wieder Mitte August statt. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben.

Genau wird die Haltung der Sense beim Sensenkurs erläutert. Die erfahrenen Senser teilten gerne ihr Wissen. Hier Pierre Fossler mit Sigmund Vögtle. Bild: Christina Rademacher
Genau wird die Haltung der Sense beim Sensenkurs erläutert. Die erfahrenen Senser teilten gerne ihr Wissen. Hier Pierre Fossler mit Sigmund Vögtle. Bild: Christina Rademacher

Zuerst zeigte Emil Tritschler kurz den Mähablauf. Schnell bildeten sich verschiedene Gruppen, die sich am Grassensen versuchten. Diejenigen, die das schon öfter gemacht haben, halfen den Neulingen mit zahlreichen nützlichen Tipps. Auch musste die eine oder andere Sense geschliffen werden. Helmut Scherzinger hatte seinen Dengelstock mitgebracht und zeigte, wie man eine Sense richtig dengelt. Das alte Handwerk beherrscht kaum noch jemand, doch eine Sense "mit einer Flex zu richten" findet er unmöglich. Auch der Winkel des Blattes muss genau stimmen. Jede Sense muss für den Nutzer richtig eingestellt sein. Schnell stellten die Teilnehmer fest, das diese Art, Gras zu mähen, sehr viel Kraft kostet. Auch die richtige Haltung ist extrem wichtig, sonst hackt man in den Boden oder es bleibt schlichtweg zu viel stehen. Auch einige Kinder durften sich an der Sense versuchen.

Dass die Handhabung einer Sense nicht so einfach ist, stellt Robin Knöpfle beim Senesenkurs fest. Bild: Christina Rademacher
Dass die Handhabung einer Sense nicht so einfach ist, stellt Robin Knöpfle beim Senesenkurs fest. Bild: Christina Rademacher

Emil Tritschler hofft, dass sich die Teilnehmer des Kurses nun auch trauen, am eigentlichen Wettmähen mitzumachen. Mit den vermittelten Grundlagen Dängeln, Schleifen, richtiges Einstellen und natürlich auch die richtige Körperhaltung beim Mähen dürfte dem jetzt auch nichts mehr im Wege stehen.