Oft wird das Verkehrskonzept einzig auf die Einbahnstraße an der Stadtkirche reduziert, die bereits nach etwas mehr als einem Jahr schon wieder Geschichte war. Doch es waren weitere Maßnahmen geplant. Hinter vorgehaltener Hand wird schon darüber spekuliert, ob das ganze Konzept nun in der Schublade verschwinden soll, weil damit kein Blumentopf oder vielmehr keine Sympathien der Wähler zu gewinnen ist.

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Beispielsweise das Parkdeck hinter dem Rathaus. Das wird nun definitiv in den kommenden Jahren nicht gebaut. Dafür soll das Thema Parkleitsystem wieder oder immer noch in Angriff genommen werden. „Die grundsätzliche Frage der Beschilderung haben wir auf der Agenda“, sagt OB Erik Pauly in diesem Zusammenhang.

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Ob es allerdings dann auch gleich eine Variante mit elektronischer Parkplatzüberwachung, die den Autofahrern gleich anzeigt, wie viel freie Plätz noch wo vorhanden sind, ist fraglich. Laut Stadtoberhaupt sei das dann doch nicht ganz so leicht umzusetzen und mit erheblichem Aufwand verbunden.

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Und was bleibt sonst noch? Der Vorschlag von CDU-Fraktionssprecher Marcus Greiner, die Beschleunigung des Hindenburgrings um ein weiteres Jahr nach hinten zu verschieben, stieß vor allem bei den Grünen und der SPD auf wenig Begeisterung. Dabei hatte Greiner eigentlich eher die Situation im Bauamt und auch den Realschulneubau im Blick: „Wenn wird die Schule bauen, werden 2021 und 2022 dort viele Baustellenfahrzeuge unterwegs sein.“

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„Wenn wir den Hindenburgring schieben, weiß ich nicht, was vom Verkehrskonzept überhaupt geblieben ist“, fragt sich Grünen-Chef Michael Blaurock. Und auch SPD-Fraktionssprecher Gottfried Vetter sieht das Ganze ähnlich: „Mir war eigentlich immer so, als ob wir den Hindenburg beschleunigen wollen, aber nun entschleunigen wir das Ganze.“

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Die FPD/FW-Fraktion ist derweil hin- und hergerissen zwischen den schwarzen und den rot-grünen Argumenten. Aber da gibt es ja noch das eigene Projekt: die Fußgängerampel zwischen den beiden bestehenden Ampelkreuzungen, die das neue Stadtviertel für Fußgänger an die Innenstadt anbinden soll und für die FDP/FW-Fraktion ein Unding ist. Hier werde wissentlich eine Gefahrenstelle geschaffen. Vielleicht lässt sich da doch noch ein Tunnel realisieren, wenn man ein Jahr länger diskutieren kann?

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Letztendlich haben sich aber dann doch nur 13 Stadträte für eine Schiebung ausgesprochen. Die Mehrheit möchte, dass alles so bleibt, wie es geplant war. Also nicht, wie es ursprünglich vorgesehen war, denn dann wäre der Hindenburgring bereits eine Baustelle. Aber nun soll der Ausbau in den Jahren 2021 und 2022 erfolgen. Ziel ist es, die Straße zu beschleunigen, um eine attraktive Umfahrung für die Innenstadt zu schaffen.