Anlass war eine erste Ausstellung und wohltätige Spende für die Aktion Sorgenkind mit einem Erlös aus verkauften Bildern in Höhe von rund 3000 Mark, erinnerte sich Sabrowski noch vor wenigen Wochen in einem Gespräch. Kurz danach wurde dann aus dem lockeren Treffen ein richtiger Verein: Mit dabei waren Helmut Müller-Wiehl, Anneliese Lauber, Kurt Grill, Hans Lang und Helmuth Sabrowski.

Der Verstorbene hatte bei der Jahresausstellung 2018 im Bartók-Saak noch sechs Aqurarelle beigesteuert. Jahr für Jahr war er mit seinen farbenfrohen Arbeiten auf der Werkschau der Gilde vertreten. Die Landschaft rund um Donau, Brigach und Breg, die Schönheiten der Baar, von Natur, Wald und Flur hatte es ihm angetan. "Ich bin verliebt in die Landschaft an der Donau und am Bodensee", sagte er. Ob Neudingen, Gutmadingen, Geisingen, ob Allmendshofen oder Unteruhldingen, ob Herbst, Frühjahr oder Winter: Helmuth Sabrowski fing Stimmungen der Naturlandschaft ein, ohne Scheu und ohne viel Experimentiererei. „Nass in Nass“, wurden die Aquarellfarben sensibel und mit leichter Hand auf die Bögen des Malblocks gesetzt.

Abstraktes Malen war Sabrowskis Sache nicht. Ihn interessieren Landschaften, Häuser, Bäume, ein paar Gegenstände oder die alten Scheunen, die für die Baar-Landschaft so typisch sind. „Der Reiz beim Aquarellieren liegt in der Transparenz, in der wässrigen Durchsichtigkeit der vorgefundenen Stimmung", sagte er. Wenn die Farben ineinander laufen, gibt das dem Aquarell seine eigene Struktur und Gestalt.

Dies war Sabrowski auf seinen Bildern wichtig. So wie er es bei Karl Merz, dem berühmten Maler der Baar gelernt hatte. In den 1950er Jahren waren beide Maler mit Fahrrad, Skizzenblock, Pinseln und Farbkasten unterwegs und malten, was ihnen „unters Auge“ kam.

Sabrowski gehörte auch ins Organisationsteam der jährlichen Kunstschau. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden Horst Ehrmann leitete Sabrowski auch als Vize über Jahre die Künstlergilde. Die Arbeit dieses Tandems endete zum Jahresende 2008 mit einem Eklat. Die Leitung des zerstrittenen Vereins übernahm der Villinger Architekt Wolfgang Zimmermann.