Außerplanmäßige Ausgaben: Das sind diese zwei Worte, bei denen die Donaueschinger Stadträte es immer ganz genau wissen wollen: Was ist da passiert? Sind die Ausgaben wirklich nötig? Und hätte die Verwaltung da nicht einfach besser und vor allem sparsamer planen müssen? Für was sitzt man denn im Herbst sonst stundenlang zusammen und bespricht den Haushalt, wenn nachher doch alles ganz anders kommt?

Es gibt allerdings auch Ausnahmen von der Regel

Nämlich dann, wenn man für die Technischen Dienste ein neues Fahrzeug braucht und die Ausgaben für einen Kombi-Doppelkabiner eigentlich gar nicht im Haushalt vorgesehen waren. Da zuckt kein Finger, da erhebt keiner das Wort und keiner hakt nach. Auch nicht, als OB Erik Pauly erklärt, warum es denn ein neues Fahrzeug braucht. Von einem Malheur spricht der OB und erntet anstatt neugieriger Fragen nur grinsende Stadträtegesichter.

Baum fällt... Doch leider steht da etwas im Weg

Die fleißigen Mitarbeiter der Technischen Dienste hatten einen kleinen Unfall. Sie wollten einen Baum fällen. Und das Vorhaben gelang. Der Baum fiel – nur leider stand das Auto im Wege. Ob der Baum Schäden davon getragen hat, ist nicht bekannt, dem Fahrzeug geht es seither nicht mehr ganz so gut. Der Reparaturaufwand soll wesentlich höher sein als der Restwert des Fahrzeuges. Doch das Wichtigste: Den Mitarbeitern geht es gut.

Nur wer nichts tut, macht auch keine Fehler

Nun könnte man ja schon ein bisschen spotten. Aber mal ehrlich: Wo fleißig gearbeitet wird, da dürfen doch auch mal Fehler passieren. Denn nur diejenigen die nichts tun, machen auch keine Fehler. Doch wenn die Technischen Dienste nichts mehr machen würden, wie sähe es dann in unserer Stadt aus. Im Sommer wäre alles verwildert, im Winter würde dafür alles im Schnee versinken. Straßenlaternen würden nach und nach ausfallen und den nächtlichen Spaziergängern würde keine Lichtquelle mehr den Weg leuchten. Und die öffentlichen Mülleimer würden überquellen. Und während dem großen Umzug am Fasnetssonntag würden Autos und Narren sich in die Wege kommen, weil es keine Absperrungen gibt.

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Die Liste ließe sich nun noch länger fortsetzen. Unter dem Strich würde aber weiterhin rauskommen: Ohne die Mitarbeiter der Technischen Dienste und ihren Einsatz bei Wind und Wetter, zu Tag und zu Nacht würde in der Stadt vieles nicht funktionieren. Und bei so vielen Aufgaben, da kann auch mal ein kleines Missgeschick passieren. Das haben auch die Stadträte erkannt. Denn sie haben ihre Neugierde und Diskussionsfreude mal ruhen lassen und einfach dafür gesorgt, dass die Technischen Dienste ein neues Fahrzeug bekommen und weiter ihre Arbeit machen können.

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