Das Coronavirus, mit seiner hartnäckigen Gefährlichkeit und seinem bisher wenig erforschten Ausbreitungspotenzial beängstigt die Menschen hierzulande gegenwärtig noch nicht. Ein Glück. Denn zu konzentriert und erklärbar sind die aktuell 16 Krankheitsausbrüche in Deutschland. Die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland durch die neue Atemwegserkrankung schätzt das Robert Koch-Institut aktuell weiterhin als gering ein.

Diese Einschätzung sollte sich nicht ändern. Wohl jeder wünscht den Erkrankten eine rasche und vollständige Gesundung. Und keiner käme wohl auf die Idee, sich an der Viruserkrankung Vorteile zu verschaffen. Und doch kann das passieren. Wer nämlich sein Haus mit einer Ölheizung wohlig warm hält, und den in Verruf geratenen Energieträger nachordern muss, erlebt dieser Tage eine Überraschung.

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Das Coronavirus spielt gegenwärtig am international fungierenden Ölmarkt mit. Die Nachfrage an Öl sei in China zurückgegangen, sagt Markus Hielscher von der Firma Erhard Bürk-Kauffmann, die in Behla das Vertriebsbüro Eberling führt. Wenn die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt auf die Bremse tritt, sinkt der Ölpreis. Um die verhaltene Nachfrage anzukurbeln, gibt es Preissenkungen. Zudem stehe der Dollarkurs sehr günstig. In der Folge nähert sich der Ölpreis gegenwärtig dem Tiefststand 2019, der am Valentinstag erreicht worden war. Wer 3000 Liter Öl ordert, ist gegenwärtig mit 61 Cent je Liter dabei.

Flugbetrieb ist ausgedünnt

Die gleiche Beobachtung macht Frank Maier. Der Sprecher der Geschäftsführung bei ZG Raiffeisen Energie spricht von einem Überangebot an Rohöl auf dem Markt. Geschuldet ist diese Situation konkret der Luftfahrt. Wegen des Coronavirus falle in China der Binnenflugverkehr so ziemlich aus. Auch hier tritt ein Nachfrageeffekt auf, der den Verbrauchern aufs Konto spielt. Natürlich ungewollt.

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