Als 2011 in der über 15 Jahre lang so spektakulär erfolgreichen Baaremer Dorfcomedy-Bühne in Mundelfingen der letzte Vorhang fiel, fielen Tausende Fans dieses unvergleichlichen Spaß-Genres in Trauer. Sollte dieses Kapitel des begehrtesten Bühnenerlebnisses in der Region für immer Geschichte werden? War das damals eingeführte neue Konzept, bei dem die Theaterstadel-Betreiber zu den Vorstellungs-Staffeln „Gäste“ auf die Bühne engagierten, nur der Abspann vor dem kompletten Aus? Oder dürfte man auf eine Wiedergeburt hoffen und damit auf eine Fortsetzung des Phänomens, bei dem kein einziger Besucherstuhl in dem rustikalen Dorftheater jemals unbesetzt geblieben ist?

Seit vergangenem Herbst ist klar: Die Dorfcomedy-Bühne im Hüfinger Stadtteil Mundelfingen wird einen Neubeginn erleben. Neben den bekannten Akteuren Kurt Kammerer, Hans Kindler und Martin Springindschmitten werden die damals ausgeschiedenen Wochenend-Komödianten Wolfgang Gut und Joachim Meder ersetzt durch zwei Debütanten. Der 42 Jahre alte Glaser Peter Kuhrt, den man im Dorf schon für seine Bühnen- und Regie-Passion rühmt, und der 60-jährige Statiker, Hobby-Schauspieler und leidenschaftliche Musiker Reinhard Mäder, sind eingestiegen in die Umlaufbahn des Am-Vieh-Theaters, in der sich seit gut einem halben Jahr wieder alles um das neue Programm dreht.

Zwanzig Vorstellungen eines Programms, das weitgehend unverändert über mehrere Jahre lang die jeweils 150 Besucher in der ehemaligen Mundelfinger Festhalle zum Lachen und Staunen kraulen soll, wird es ab diesem Frühjahr geben. Und weil das „erste Leben“ zwischen 1997 und 2011 so sehr bejubelt und von einem Publikum aus dem ganzen Südwesten genossen wurde, deshalb soll die Programm-Fasson eine ganz originale Fortsetzung dieses Naturells sein, das eigentlich in kein klassisches Klischee der Bühnenunterhaltung passen will. Klamauk, Wortwitz, Frappierendes, Karikaturen des Alltags, gewürzt mit Musik und bühnentechnischen Überraschungen – daraus soll auch künftig der dreistündige Bühnenspaß arrangiert sein. Wie schon einst wird das Publikum selbst Teil der Am-Vieh-Theater-Inszenierung, nimmt Platz auf einem Bauerndorfplatz mit authentischen Utensilien, über dem sogar ein Gewitter mit Regenschauern niedergeht. Stilecht dazu das gastronomische Angebot, das die kulinarische Grundlage für einen rundum bekömmlichen Abend legt.

Die Vorstellungstermine für das gesamte Jahr 2017 stehen schon fest. Am Freitag, 21. April, wird Premiere sein, danach wird am 22., 28., 29. April, 5., 6., 12., 13., 19. und 20. Mai gespielt, also immer an den Freitag- und Samstagabenden. Die Herbststaffel beginnt am 20. Oktober mit weiteren Vorstellungen am 21., 27. und 28. Oktober und am 10., 11., 17., 18., 24. und 25. November.

Für 21 Euro Eintrittsgeld dürfen die Gäste „Dorfcomedy“ in sieben Aufzügen erleben. Ohne Verfalldatum werden die Themen sein, wodurch sich „Politik“ verbietet und sich die Akteure, die in insgesamt 40 verschiedene Rollen schlüpfen, vor allem auf komische Alltagsszenen konzentrieren Momente, die „eigentlich jeder selbst kennt, aber noch nie so betrachtet hat“, stellt Kurt Kammerer fest. Und verspricht: „Wir werden wieder das liefern, was man an uns einst so geschätzt hat“ – da dürfen sich die Fans freuen.

Hier gibt's Karten

Karten gibt's für alle 20 Vorstellungen des Jahres 2017 am Samstag, 25. März, ab 10 Uhr im Gebrauchtwagencenter des Autohauses Südstern an der Bad Dürrheimer Straße 16 – nicht im Zentralgebäude des Autohauses. Dort wird sich das neue Schauspieler-Quartett des Am-Vieh-Theaters den Besuchern auch vorstellen. Da wohl auch jetzt wieder die Nachfrage nach Karten viel größer als das Angebot sein wird, werden an jeden Käufer maximal sechs Tickets zum Preis von jeweils 21 Euro abgegeben.