Wie viele Stadträte dürfen am kommenden Dienstag, 15. Januar, den Nachfolger von Bernhard Kaiser wählen? Diese Frage hat sowohl die Innenrevision des Donaueschinger Rathauses als auch die Rechtsaufsicht des Regierungspräsidiums beschäftigt. Denn es galt zu klären, ob die Grünen-Stadträtin Anni Bronner befangen ist. Schließlich ist ihr Mann Gerhard Bronner der Leiter des Umweltbüros. Doch Bronners Chef ist der Bürgermeister, der dann über Besoldung und Beurteilung entscheidet.

Da es auch um das Einkommen geht, hätte man es auch als Vorteilnahme einordnen können. Anni Bronner selbst hielt sich nicht für befangen, sie werde das aber mit ihrem Mann besprechen, heißt es aus gut unterrichteten Quellen. Allerdings hat nun die Frage nicht die Stadträtin selbst beantwortet, sondern das Regierungspräsidium. "Im Ergebnis haben wir gegenüber der Stadt die Auffassung bestätigt, dass keine Befangenheit vorliegt", sagt Matthias Henrich vom Regierungspräsidium.