Mit der Stadtmusik Geisingen brachte der Lions-Club für sein Benefizkonzert einen besonderen musikalischen Leckerbissen in die Donaueschinger Marienkirche. Eigentlich hätte es ein sakrales Konzert zusammen mit einem Stuttgarter Chor werden sollen. Nachdem dieser kurzfristig abgesagt hatte, standen die Geisinger zu ihrem Wort und es gab stattdessen einen Vorgeschmack auf das Herbstkonzert. Knapp 200 Zuhörer hatten den Weg in die Kirche gefunden und kamen voll auf ihre Kosten und belohnten die Musiker mit stehendem Applaus.

Stadtmusikdirektor Rudolf Barth übernimmt die Ansagen der Musikstücke selbst.
Stadtmusikdirektor Rudolf Barth übernimmt die Ansagen der Musikstücke selbst.

„Diese ganz besondere Leistung hätte viel mehr Ohren verdient“, kommentierte Lions-Club-Präsident Wolfram Möllen und bedankte sich auch bei Pfarrer Loks, der die Kirche zur Verfügung gestellt hatte. Und deshalb geht ein Teil der Spenden auf Wunsch des Donaueschinger Stadtpfarrers an Pater Heinrich Schenk, der auf den Philippinen als Missionar tätig ist.

Stefan Kalt erzählt und die Musiker spielen

Im ersten Teil begeisterten die 70 Musiker der Stadtmusik Geisingen mit einer 34-minütigen Interpretation des musikalischen Märchens „Peter und der Wolf“ von Sergej Prokofiev. „Das ist ein ganz neues Arrangement von Sam Daniels für Blasmusik in den Original Tonarten“, freut sich Stadtmusikdirektor Rudolf Barth. Perfekt war auch Vortrag des Erzählers Stefan Kalt aus Bad Dürrheim, der vor vier Wochen zu den Proben gestoßen war. Im Zusammenspiel mit der Kapelle machte er jeden Tempowechsel mit und ließ Geschichte und Musik ineinander verschmelzen.

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Die „Miniatures Brasileiras“ von Hudson Nogueira basieren auf Musikstilen aus verschiedenen Regionen Brasiliens. Es ist eine spannende Vielfalt aus Einflüssen amerikanisch-indianischen Ursprungs, afro-portugiesischer oder europäischer Musik. Eine tolle musikalische Reise, Brasilien ist eben doch nicht nur Samba.

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Nach minutenlangem Applaus entführten die Musiker die Zuhörer nach Mexiko. Kubanische Einflüsse inspirierten den Komponisten Arturo Marquez zum „Danzón No. 2“. Den Schlusspunkt eines abwechslungsreichen Abends bildete ein weiterer Satz der „Miniatures Brasileiras“.