Ein furioses Finale der Fasnetzeit haben die Donaueschinger Dörfer gestern erlebt: Große und kleine Narren legten sich nochmals mächtig ins Zeug.

  • Hubertshofen: Der Narrenverein Waldwinkel hatte zum Nudelsuppenessen ins Gasthaus „Baarblick“ geladen. Gut gestärkt zogen dann die einzelnen Gruppen durch den Ort zum Eiersammeln. Auch zwei Besenwirtschaften bei der Gärtnerei Erhardt und beim Feuerwehrkommandanten luden ein. Die gesammelten Eier wurden am Abend auf einem großen Holzlagerfeuer mit Speck gebraten. Anschließend wurde der Narrenbaum verlost. Der Abschluss der Fasnet wurde in den Wirtschaften begangen.
  • Pfohren: Am Fasnetdienstag standen im ersten Ort an der jungen Donau die Kinder im Mittelpunkt. Los ging’s mit einem Kinderumzug, der über mehrere Stationen in die Festhalle führte. An der Spitze liefen die Zunftkapelle und die Zunfträte. Entlang der Umzugsstrecke erhielten die Kinder jede Menge Leckereien – sofern sie Fasnetsprüchle aufsagten oder närrische Lieder sangen. In der Halle übernahmen die Landfrauen in Kooperation mit der Schnunferzunft die Organisation eines Kinderprogramms. Bis in die späten Nachmittagsstunden vergnügten sich Kinder und Eltern. Zum letzten Geleit für die Fasnet 2017 schritt die von der Zunftkapelle und ein paar Dutzend Besuchern angeführte Schnuferzunft. Jörg Moosmann zog eine positive Bilanz seiner ersten Saison als Zunftmeister. Diese ging mit dem Nachtumzug in die heiße Phase und dauerte länger als die vorhergehenden.
    Passend zum Anlass regnete es am Hemdglonkerumzug wie aus Kübeln gegossen. Noch einmal zogen die Narren eine kleine Runde durch das Dorf, ehe sie den Bantle vom Narrenbaum holten. Die Burghexen entzündeten mitten auf dem Dorfplatz mit ihren Fackeln das Stroh, auf dem der Bantle seine letzten Sekunden verbrachte. Die Fasnet 2017 damit war Geschichte.
  • Neudingen: Höchste Konzentration war gestern in Neudingen gefragt. Beim Fünfkampf der Ungeübten mussten die Narren beweisen, dass mit ihnen am letzten Tag der Fasnacht auch noch etwas anzufangen ist. In diesem Jahr hatte sich der Elferrat wieder besonders einfallsreiche Aufgaben ausgedacht. So mussten die Narren Schraubenmuttern mithilfe eines dünnen Stabes stapeln oder sich Gegenstände auf einem Tablett merken. Traditionell wurde am Fasnachtsdienstag vom Neudinger Elferrat als Zeichen für das Ende der Fasnacht der Narrenbaum gefällt. Mit vereinten Kräften sägten Zunftmeister Bernd Matt und Stellvertreter Jürgen Matt den Baum mit einer Säge ab. Ihre Kollegen wurden derweil benötigt, um den Baum in die richtige Bahn zu bringen. Umrahmt wurde das Spektakel von der Musikkapelle Neudingen. Die stolze Gewinnerin des Narrenbaumes, Julia Deusch, war im Anschluss für die Verpflegung des Elferrates sowie der Musikapelle zuständig. Die Neudinger Fasnacht endete am Abend nach der Preisverleihung des Fünfkampfes, welcher am Mittag stattgefunden hatte.