Donaueschingen (har) Egal ob mit Wundheilungsstörung oder diabetischem Fuß: Die Patienten des Therapiezentrums Chronische Wunden (TCW) suchen schon seit neun Jahren in der Karlsstraße 10 um Rat. Durch den Weggang von Michael Klotzbücher ist allerdings kein fachärztlicher Leiter mehr in der Praxis. Doch das ist nicht gleichbedeutend mit dem Aus für das TCW.

„Wir machen immer noch dieselbe Arbeit wie davor“, erklärt Annette Hauser. Die Krankenschwester und Wundexpertin hat seit Anfang des Jahres die fachliche Leitung des Therapiezentrums übernommen. Durch den Weggang von Michael Klotzbücher arbeite das Therapiezentrum nun eng mit den Hausärzten der Patienten zusammen, so die 54-Jährige.

„Diese Zusammenarbeit ist sehr wichtig für uns“, sagt Bärbel Mauch. Sie ist ebenfalls als Krankenschwester und Wundexpertin beim Therapiezentrum Chronische Wunden tätig. Als Krankenschwester könne sie nämlich nur Behandlungsempfehlungen aussprechen. „Zum Beispiel die Verwendung von adäquatem Schuhwerk beim diabetischen Fuß.“ Mit dem Therapievorschlag gehe der Patient dann zum Hausarzt. „Denn nur der Arzt kann die erforderlichen Verordnungen für die Behandlung ausstellen.“ In den Meisten Fällen stimme dieser dann jedoch zu, so die 61-Jährige.

Die Kooperation funktioniere, nach anfänglichen Anlaufschwierigkeiten, nun reibungslos. „Die Resonanz unserer Patienten ist sehr gut“, sagt Hauser. Natürlich hätten einige den Weggang von Michael Klotzbücher bemängelt. Jedoch seien diese Stimmen schnell wieder verstummt. „Die Qualität unserer Behandlung hat ja nicht abgenommen“, betont die derzeitige fachliche Leiterin des TCW.

Trotzdem sei man nach wie vor auf der Suche nach einem fachärztlichen Nachfolger Klotzbüchers. Dessen Weggang hatte auch für reichlich Irritationen gesorgt: Von Kollegen aus anderen Praxen und einige Patienten habe man immer wieder gehört: „Das TCW gibt es doch gar nicht mehr, weil Michael Klotzbücher weg ist.“ Doch es geht auch ohne Klotzbücher weiter.